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KREUZLINGEN: Kleine Brocken

Wie angekündigt rechnet das Budget 2017 mit einem Minus. Das Eigenkapital wird kontrolliert abgebaut. Die Stadt investiert in den Campingplatz, die Bodensee-Arena und Parkplätze.
Martina Eggenberger Lenz
Stadtrat Thomas Beringer, Stadtpräsident Andreas Netzle und Finanzchef Thomas Knupp orientieren über ihre Themen. (Bild: Martina Eggenberger)

Stadtrat Thomas Beringer, Stadtpräsident Andreas Netzle und Finanzchef Thomas Knupp orientieren über ihre Themen. (Bild: Martina Eggenberger)

KREUZLINGEN. Auf das Jahr 2016 hat die Stadt den Steuerfuss um vier Prozentpunkte gesenkt. Seither schreibt man im Stadthaus rote Zahlen. Das ist gewollt. In der Steuerausgleichsreserve liegen momentan 35 Millionen Franken. Dieses Vermögen soll in den nächsten Jahren schrittweise reduziert werden. Budgetierte der Stadtrat für dieses Jahr noch ein Defizit von 1,8 Millionen Franken, rechnet er nächstes Jahr bei einem Aufwand von 68,6 Millionen mit einem Minus von einer Million Franken.

Firmen zahlen weniger Steuern

Die grössten Abweichungen gegenüber dem Vorjahr gibt es bei den Steuern. Die natürlichen Personen sollen zusätzliche 1,3 Millionen Franken in die Stadtkasse zahlen, die juristischen Personen hingegen 1,1 Millionen weniger. Das sei der wirtschaftlichen Entwicklung zuzuschreiben, die nicht so gut wie erhofft sei, erklärt Stadtpräsident Netzle.

Auch bei der Sozialhilfe gibt es eine Veränderung: der Soziallastenausgleich beschert Kreuzlingen 1,7 Millionen, weshalb das Budget in diesem Bereich um 0,8 Millionen besser ausfällt als im Vorjahr. Auf der Aufwandseite schlägt die Erhöhung des Stellenetats um 2,7 Stellen zu Buche. Aufgestockt wird bei der Stadtkanzlei, der Berufsbeistandschaft, beim Hochbau, bei der Lehrlingsbetreuung und im Zivilschutz. Zudem finanziert der Verein Kultursee zusätzliche Stellenprozente im Departement Gesellschaft.

Neue Kosten gibt es ausserdem für die Schule mit Tagesstruktur, für den Defizitbeitrag an das Alterszentrum, die Egelsee-Planungen und die Sanierung des Werkhofs, die noch vors Volk kommt und zusammen mit der Erweiterung des Regionalen Annahmezentrums ein grösseres Projekt ist. Gemäss Stadtpräsident wäre auch eine Verlegung auf das Strabag-Areal denkbar. Im Budget finden sich auch Standortmarketing-Massnahmen wie eine Beflaggung für die Löwenstrasse oder die Anschaffung von einladenden Teppichen für die Läden im Zentrum. Zusätzliche Erträge sind budgetiert bei den Parkbussen und Rückerstattungen für die Unterbringung von Asylbewerbern in den Zivilschutzanlagen durch den Bund.

Mässige Investitionstätigkeit

Nichts Überraschendes gibt es bei den Investitionen zu vermelden. Die grossen, teuren Projekte wie das Stadthaus, das Thermalbad, ein Kulturzentrum Schiesser, neue Parkhäuser beim Hafenbahnhof und an der Seestrasse sind noch nicht beschlossene Sache. Kosten werden 2017 die Neuausrichtung des Campingplatzes (0,8 Mio.), die Einrichtung der Parkplatzbewirtschaftung, unter anderem beim Hörnli (0,75 Mio.), und einmal mehr die Infrastruktur der Bodensee-Arena (0,86 Mio.). «Als Eigentümer sind wir da in der Pflicht», betont Netzle. Investiert wird ausserdem in gewohntem Rahmen in Strassen. Ein grösserer Posten ist auch die Sanierung der ehemaligen Abfalldeponie Mellgenten und der Bauschuttdeponie in Bätershausen (zusammen 0,55 Mio). Finanzchef Thomas Knupp betont, dass sämtliche Finanzkennzahlen der Stadt im grünen Bereich seien und der Haushalt gesund ist. Der Gemeinderat diskutiert das Budget nächsten Donnerstag, die Volksabstimmung findet am 27. November statt.

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