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KREUZLINGEN: Keine neuen Bauzonen, sondern innere Verdichtung

Die SP hat sich bereits intensiv mit der anstehenden Ortsplanungsrevision beschäftigt.

Anlässlich des Neujahrsapéros der SP Kreuzlingen informierte Gemeinderätin Elina Müller über die Ortsplanungsrevision der Stadt Kreuzlingen, die in den nächsten zwei Jahren umgesetzt werden soll. Als Schwerpunkt beleuchtete sie das Thema Verdichtung, wie es in einer Mitteilung heisst. Bei einer eidgenössischen und einer kantonalen Abstimmung habe die Bevölkerung deutlich gemacht, dass Kulturland geschützt und Wachstum nur im bestehenden Siedlungsgebiet stattfinden soll. Jetzt müsse Kreuzlingen als kantonales Zentrum die innere Verdichtung auf Gemeindeebene umsetzen. Vorgesehen ist, dass keine neuen Bauzonen ausgewiesen werden und es nur wenige Aufzonungen mit höherer Ausnutzung gibt. Damit soll erreicht werden, dass die vorhandenen Baulandreserven genutzt werden.

Die SP Kreuzlingen setzte sich intensiv mit dem Thema auseinander und hat eine Vernehmlassungsantwort zur Ortsplanungsrevision eingereicht. Die Innenverdichtung als Zielrichtung finde sie sehr wichtig. Diese biete sogar einige Chancen, zum Beispiel für eine effiziente Nutzung der heutigen Infrastruktur mit einer guten Erreichbarkeit von allem. Weil aber der Druck auf das vorhandene Bauland durch Verdichtung weiter steigen wird, braucht es dringend flankierende Massnahmen. Damit für Kreuzlingen die Innenentwicklung auch mehr Lebensqualität bringt, muss bezahlbarer Wohnraum gefördert und Wohnraum für alle Generationen geschaffen werden. Das bestehende Angebot an öffentlichen Pärken und Freiflächen muss erhalten und dringend in den Quartieren erweitert werden. Die bestehenden Stadtgärten sollen gefördert und mit Dachbegrünung ergänzt werden. Zusätzlich braucht es eine vernünftige Verkehrsplanung und Massnahmen gegen die Lärmbelastung. Gerade weil die Gewerbeflächen in Kreuzlingen beschränkt sind, ist hier eine effizientere Nutzung notwendig, damit auch Arbeitsplätze in der Stadt geschaffen werden und weniger Leute pendeln müssen. Ein sorgsamer Umgang mit den Quartieren ist entscheidend für die Akzeptanz im Volk.

Mit der Ortsplanungsrevision werden wichtige Entscheidungen für die städtische Entwicklung gelegt. Eine Spezialkommission des Gemeinderats erarbeitet zurzeit die Entwürfe für das neue Baugesetz und den Zonenplan. Die Volksabstimmung ist für 2019 geplant. (red)

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