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KREUZLINGEN: Kampf um St.Ulrich

Am 21. November wählen die Bürger der Katholischen Kirchgemeinde Kreuzlingen-Emmishofen ein neues Behördenmitglied. Zwei bekannte Persönlichkeiten stellen sich zur Verfügung.
Martina Eggenberger Lenz
Blick auf den Turm der Basilika St. Ulrich Kreuzlingen. (Bild: Reto Martin)

Blick auf den Turm der Basilika St. Ulrich Kreuzlingen. (Bild: Reto Martin)

KREUZLINGEN. Einmal mehr ist es unruhig bei den Kreuzlinger Katholiken. Aktuell geht es um die Ersatzwahl für die Kirchenvorsteherschaft, die an der Versammlung vom 21. November ansteht. Seit fast einem Jahr ist ein Sitz vakant. Elmar Raschle hatte per Ende 2015 seinen Rücktritt eingereicht. Zu den Gründen wollte er sich nicht äussern und die Behörde kommunizierte sein Ausscheiden vorerst nicht.

An der letzten Versammlung im Juni orientierte Kirchenpräsident Thomas Gisler dann, die Vorsteherschaft sei für die Nachfolge Raschles mit einem Interessenten im Gespräch. Es folgte keine öffentliche Ausschreibung des Behördenamtes im Pfarreiblatt, die Kirchbürger wurden nicht weiter informiert.

Sanfilippo nimmt Dialoggruppe ernst

Das hat Alfredo Sanfilippo auf den Plan gerufen. Der CVP-Gemeinderat stellt sich für die Vorsteherschaft zur Verfügung. Er habe sich zu diesem Schritt entschieden, nachdem er Gespräche mit mehreren Personen geführt habe. Er habe wohl die Unterstützung von einigen Mitgliedern der so genannten Dialoggruppe, die Pfarrer Alois Jehle und die Vorsteherschaft um Präsident Thomas Gisler in der Vergangenheit kritisiert hatten. Sanfilippo s

David Blatter, Kandidat. (Bild: Nana do Carmo)

David Blatter, Kandidat. (Bild: Nana do Carmo)

ieht sich aber nicht als Kandidat der Dialoggruppe, auch wenn er deren Anliegen ernst nehme. «Ich habe Verständnis für beide Seiten», sagt der 54-Jährige, der beruflich bei der Seepolizei als Schifffahrtsexperte tätig ist.

Sanfilippo hat registriert, dass es in der Kirchgemeinde viele Unzufriedene gibt. Das habe vor allem damit zu tun, dass schlecht kommuniziert werde. «Ich möchte gerne Ruhe hineinbringen und auch einen Schritt auf die Evangelische Kirchgemeinde zugehen können.»

Wichtig ist dem CVP-Politiker auch, dass die Pfarrei St. Ulrich angemessen in der Vorsteherschaft vertreten ist. Aktuell sässen fünf Vertreter von St. Stefan im Gremium, aber nur zwei von St. Ulrich.

Als Motivation für seine Kandidatur gab Alfredo Sanfilippo zudem an, dass man ja nicht wisse, wer der Kandidat sei, mit dem die Vorsteherschaft im Gespräch sei. In der Tat gab die Behörde den Namen bis gestern nicht preis. Präsident Gisler verwies auf die Botschaft, die nächste Woche versandt werde.

Blatter will auf Augenhöhe diskutieren

Auf Anfrage unserer Zeitung überlegte es sich Gisler doch noch anders und verriet den Namen des Kandidaten: es ist alt Stadtrat David Blatter. Blatter bestätigt, dass er von der Vorsteherschaft angefragt worden sei.

Alfredo Sanfilippo, Kandidat. (Bild: PD)

Alfredo Sanfilippo, Kandidat. (Bild: PD)

Er habe freie Kapazitäten und das Amt in der Exekutivbehörde reize ihn. Wie Sanfilippo gehört Blatter der Pfarrei St. Ulrich an. «Ich wurde hier getauft, ich habe einen Bezug zu St. Ulrich», erzählt er. Der 49jährige SVP-Mann, der heute als Gemeindeschreiber in Langrickenbach arbeitet, betont, er sei weder mit der heutigen Vorsteherschaft noch der Dialoggruppe verbandelt. «Ich will wieder einen vernünftigen Dialog herstellen und Gespräche auf Augenhöhe führen.»

Somit kommt es am 21. November zu einer Kampfwahl um den Behördensitz. In der Botschaft vorgestellt wird nur David Blatter, denn diese sei von der Behörde schon vor einem Monat verabschiedet worden, sagt Thomas Gisler. Zur Kritik, dass die Behörde die Wahl nicht ausgeschrieben habe, meint Gisler: «Das haben wir noch nie so gemacht.» Es hätten sich auch nie Kandidaten von sich aus gemeldet, sondern die Vorsteherschaft habe diese stets suchen müssen.

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