KREUZLINGEN: Ihr Name bleibt mit dem Museum verbunden

Ohne Heidi und Ernst Hofstetter wäre die Rosenegg nicht das, was sie heute ist: Anlässlich der ­Verabschiedung der Leitung wurde auf ihren zehn Jahre langen unermüdlichen Einsatz zurückgeblickt.

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Stiftungsratspräsident Thomas Fischer verabschiedet Heidi und Ernst Hofstetter. (Bild: Kurt Peter)

Stiftungsratspräsident Thomas Fischer verabschiedet Heidi und Ernst Hofstetter. (Bild: Kurt Peter)

Anlässlich der Vernissage der neuen Sonderausstellung «Kinderwelten» nützte Thomas Fischer, Präsident des Stiftungsrates des Museums Rosenegg, die Möglichkeit, Heidi und Ernst Hofstetter für deren langjähriges Wirken zu danken. «Die letzten zehn Jahre waren geprägt durch unermüd­liches Schaffen», sagte er zurückblickend. Heidi und Ernst Hof­stetter hätten die Rosenegg zu dem gemacht, was sie heute sei. Ein Haus, das weit über die lokalen Grenzen hinaus bekannt sei. Und er sprach von einer anspruchs­vollen Zeit. «Musste doch der Betrieb auch während der Sanierungs- und Renovationsphasen aufrechterhalten werden».

Bereits 2007 sei die erste Ausstellung in den sanierten Räumlichkeiten präsentiert und gleichzeitig sei das Angebot durch das Matinee-Programm erweitert worden. «Im Museum Rosenegg war immer Bewegung», meinte Fischer. Alle Sonderausstel­lungen könne er gar nicht er­wähnen, das würde den Rahmen sprengen. Im Gedächtnis seien aber sicher die beiden speziel­len Ausstellungen geblieben: «St. Ulrich brennt» im Jahr 2013 und «10 Jahre – 10 Künstler» im Jahr 2016.

Fassadensanierung als Abschiedsgeschenk

Die Zustimmung der Stimm­berechtigten zum Museums­konzept im Jahr 2016 sei eine Weichenstellung für das Haus ­gewesen. «Denn dadurch konnten wir von der ehrenamtlichen ­Arbeit in die professionelle ­Führung wechseln». Und damit sei es möglich gewesen, die ­Fühler nach der Nachfolgerin von Heidi Hofstetter auszu­strecken. Das Abschiedsgeschenk sei zu ­sehen: «Das Gerüst zeigt, dass wir mit der Fassaden­sanierung der Rosenegg begonnen haben.»

Für Stadträtin Dorena Raggenbass war es «ein besonderer ­Moment». Sie sei zehn Jahre im Amt und habe die Arbeit von ­Heidi Hofstetter seither mit­verfolgt. «Im Haus haben wunderbare Sachen stattgefunden», erklärte sie. Die Qualität des An­gebotes habe dabei immer im Vordergrund gestanden. Die ­Hülle sei saniert, eine Leistungsvereinbarung und der Baurechtsvertrag abgeschlossen worden. Heidi und Ernst Hofstetter hätten den Geist ins Haus gebracht. «Beiden ist es zu verdanken, dass das Haus eine kantonale Ausstrahlung bekommen hat».

Im Museum Rosenegg habe es nichts von der Stange gegeben, führte Raggenbass weiter aus. Sie überbrachte den beiden einen Rosenbaum als Symbol. «Rosen müssen gepflegt werden, man muss ihnen Sorge tragen. Dafür danken sie es einem mit wunderbaren Blüten.» Die Leistungen von Heidi und Ernst Hofstetter hätten ihren Niederschlag in der breiten Unterstützung der ­Be­hörden und vor allem im Volk gefunden. Ein besonderes Kompliment machte die Stadträtin zum Schluss: «In unserem Büro hiess Heidi Hofstetter nur noch Madame Rosenegg.»

Der richtige Zeitpunkt zum Aufhören

«Die Rosenegg war mein Schicksal», meinte Heidi Hofstetter anschliessend. Als junge Lehrerin sei sie vom damaligen Schulpräsidenten Peter Perini in dieses Schulhaus geschickt worden. Damit habe eine jahrzehntelange Beziehung zur Rosenegg begonnen. «Ich habe immer grosse Unterstützung bekommen. Mein Dank gilt besonders dem ersten Stiftungspräsidenten Otto Walthert», sagte die abtretende Leiterin. «Ohne ihn wäre die Rosenegg heute nicht das, was sie ist.» Es sei für sie eine bereichernde Zeit gewesen. Und mit Yvonne Istas sei die richtige Nachfolgerin gefunden worden. «Deshalb ist es der richtige Zeitpunkt, Abschied zu nehmen. Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt für den Wechsel.»

Kurt Peter

kreuzlingen

@thurgauerzeitung.ch