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KREUZLINGEN: Holzverkauf unter den Erwartungen

Einmal mehr ist es den Mieterträgen der Wildsauenhütte zu verdanken, dass die Bürgergemeinde eine ausgeglichene Rechnung präsentieren kann.

Bürgerpräsident Urs Neuweiler konnte am Mittwoch 36 Stimmberechtigte im Jugendhaus zur Jahresversammlung begrüssen. Zu Beginn blickte Förster Tobias Fischer auf die ersten 18 Monate seiner Tätigkeit im Revier zurück. Dabei sprach er von positiven Eindrücken und Erfahrungen. «Speziell war, dass in dieser Zeit gleich zwei Stürme tobten, die in unserer Region aber glücklicherweise keine grossen Schäden anrichteten.» Die Tätigkeiten im Forst hätten sich verlagert, statt grossflächigen Verjüngungsschlägen werde neu mehr Wert auf die Durchforstung gelegt.

«Im Berichtsjahr 2017 wurden im Wald der Bürgergemeinde 1050 Stunden durch die Pro Forst gearbeitet», sagte Urs Neuweiler. Die Holznutzung habe 750 Kubikmeter betragen, davon seien 300 Festmeter zu Schnitzelholz verarbeitet worden. «Im Gebiet Siebenhau wurde eine Fläche von 6,45 Hektaren durchforstet. Das Ziel war, 66 Eichen freizustellen.» Zusätzlich seien kranke Eschen entfernt worden, die Eschenwelke mache nach wie vor Sorgen. Der Ertrag aus diesen Schlägen habe 600 Kubikmeter betragen. Im Gebiet Rüteten seien 4000 Eichen gepflanzt worden, die Setzlinge stammten aus dem Gebiet Romanshorn und Seerücken. Im Thurgau bemüht man sich, den wertvollen Totholzanteil zu schützen. Im Wald der Bürgergemeinde sei deshalb eine Totholzinsel ausgeschieden worden. Die Vertragsdauer betrage 25 Jahre, man werde mit 208 Franken jährlich entschädigt.

Kritische Betriebsgrösse von Pro Forst

Kassier Gregor Rutishauser präsentierte eine Rechnung, die mit einem Gewinn von 1242 Franken abschloss. Während der Holzverkauf mit 31 500 Franken um rund 10 000 Franken unter den Erwartungen geblieben sei, habe sich die Wildsauenhütte weiter erfreulich entwickelt. «Hier zeigt sich ein Erfolg von 17 000 Franken, was zum Gewinn der Rechnung beitrug.» Das Eigenkapital der Bürgergemeinde beträgt neu 789 000 Franken. Das Budget 2018 rechnet mit gleich hohem Aufwand und Ertrag. Ruedi Wolfender als Präsident von Pro Forst konnte auf ein gutes Jahr zurückblicken. Pro Forst habe einen Gewinn von 31 500 Franken erzielen können. Das Umfeld werde sich weiter verändern, meinte Wolfender. «Wir haben eine kritische Betriebsgrösse und Tägerwilen hat das selbe Problem. Es wird sich daher in den kommenden zwei bis drei Jahren einiges tun», blickte er voraus. Neu in die Bürgerverwaltung wurde Cornelia Zecchinel gewählt, als Bürger wurde Christian Forster aufgenommen.

Kurt Peter

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

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