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KREUZLINGEN: Hiag-Areal für die Duro-Sanierung

Die Kreuzlinger Mowag wird den Grossauftrag für die Schweizer Armee am Untersee ausführen. Das Baugesuch zur Umnutzung einer Halle liegt auf.
Martina Eggenberger Lenz
Die Mowag will die Hiag-Halle am Ermatinger Dorfeingang ab nächstem Frühling nutzen. (Bild: Donato Caspari)

Die Mowag will die Hiag-Halle am Ermatinger Dorfeingang ab nächstem Frühling nutzen. (Bild: Donato Caspari)

Die Mowag eröffnet im Bezirk einen weiteren Standort, mindestens temporär. Vor knapp zwei Monaten wurde bekannt, dass die Rüstungsfirma im Industriegebiet der Nachbargemeinde Tägerwilen eine zusätzliche Produktionsstätte in Betrieb nehmen will. Dort steht ein schlüsselfertiges Gebäude parat, und es gibt Platz für zwei weitere Hallen, welche die Mowag benötigt, um in den nächsten Jahren die bestellten 300 Piranha-Radpanzer für Dänemark zu produzieren.

Jetzt geht es noch um das Hiag-Areal in Ermatingen. Dort will das Unternehmen den Grossauftrag für die Schweizer Armee abwickeln – die Sanierung von 2000 Duro-Lastwagen. Dass die Mowag diesen Auftrag aus Platzgründen nicht in Kreuzlingen ausführen kann, war ein offenes Geheimnis. Man war auf der Suche nach einem geeigneten Standort möglichst nahe des Hauptsitzes. «Von daher ist die Lage der Hiag-Halle ideal, insbesondere weil sie gleich am Dorfeingang liegt», bestätigt Produktionsleiter Giuseppe Chillari auf Anfrage. Die Mowag will die östlichste Halle des teils brachliegenden Geländes für ihre Zwecke umnutzen. Das entsprechende Baugesuch liegt noch bis Ende Monat auf. Chillari sagt denn auch, dass noch keine Verträge mit der Hiag Immobilien unterzeichnet worden seien. «Wir sind aber guter Dinge.»

Duro beschäftigt Mowag bis 2023

Das Kreuzlinger Unternehmen plant, im April oder Mai 2017 die Arbeit in Ermatingen aufzunehmen. Die Duros würden von einer Partnerfirma in der Zentralschweiz in Einzelteile zerlegt und dann am Untersee neu aufgebaut. «Es entsteht ein komplett neues Fahrzeug», erklärt der Produktionsleiter. Im Innern der Hiag-Halle werden mehrere Montagezonen eingerichtet. Die fertigen Fahrzeuge werden schliesslich nach Kreuzlingen und aufs Testgelände in Bürglen gefahren.

Chillari rechnet damit, dass 25 bis 30 Mitarbeiter in Ermatingen tätig sein werden. Der Duro-Auftrag beschäftigt das Team sechs bis sieben Jahre. Er spült der Mowag 500 Millionen Franken in die Kasse.

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