KREUZLINGEN: Gold und Bronze

Am Weltjugendmusikfestival in Zürich hat die Jugendmusik in der Konzertmusik Höchstklasse Harmonie Rang drei belegt. Im Showwettbewerb haben die Kreuzlinger sogar gewonnen.

Nicole D’orazio
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So sehen Sieger aus: Die Mitglieder der Jugendmusik Kreuzlingen freuen sich über den Sieg im Show-Wettbewerb im Hallenstadion. (Bild: PD)

So sehen Sieger aus: Die Mitglieder der Jugendmusik Kreuzlingen freuen sich über den Sieg im Show-Wettbewerb im Hallenstadion. (Bild: PD)

Nicole D’Orazio

nicole.dorazio

@thurgauerzeitung.ch

Erfolgreiches Wochenende für die Jugendmusik Kreuzlingen (JMK): Am Weltjugendmusikfestival in Zürich zeigte das Orchester unter der Leitung von Stefan Roth einmal mehr, was es kann. In der Konzertmusik war die JMK zum zweiten Mal in Folge in der Höchstklasse Harmonie am Start. Nur vier Orchester stellten sich der Herausforderung. Die Kreuzlinger belegten Rang 3 hinter der japanischen Ryukoku University Symphonic Band und dem Nationalen Jugendblasorchester, dem die besten Schweizer Jungmusiker angehören. «Was die Japaner für ein Niveau zeigten, war wahnsinnig», sagt Roth. «Die kamen mit ihren besten hundert Musikern.» Die Universitätsband probe täglich zwei Stunden auch fast den ganzen Samstag. Dort habe die Musik eine lange Tradition und es gehe noch mehr um Leistung. «Da können wir mit einer Probe pro Woche nicht mithalten.» Doch Roth ist mit seinen Musikanten sehr zufrieden: «Sie haben super gespielt, es war ein fantastischer Auftritt», lobt er. Mit 91,00 im Aufgabenstück und 92,00 im Selbstwahlstück liege man nur rund drei Prozent hinter der anderen. «Das ist super. Denn wenn man mit einer normalen Jugendmusik in dieser Kategorie mitmachen will, wird man schräg angeschaut.»

Kreuzlinger begeistern mit ihrer Show

In der Kategorie Showwettbewerb hat die Jugendmusik Kreuzlingen gewonnen und darf sich Weltmeister nennen. «Das ist ein riesiger Erfolg. Wir hatten die ganze Fläche im Hallenstadion zur Verfügung und lieferten eine tolle Show mit Figuren und Evolutionen ab.» Nach bereits drei Titeln in der Parademusik auf der Strasse ist dies bei der ersten Teilnahme in der Königsklasse der Marschmusik gleich der Sieg. Das Festival findet alle fünf bis sieben Jahre in Zürich statt. Das Besondere sei, dass hier ein internationales Teilnehmerfeld zusammenkomme, was selten sei, findet Roth. «Das war für uns der Höhepunkt des Jahres. Ein tolles Erlebnis.»

Im zweiten Halbjahr geht es für das 55-köpfige Orchester nun darum, rund zehn Mitglieder ­auszuwechseln und das Level zu halten. Dies, weil einige altersmässig ausscheiden müssen. «Normalerweise können die Mitglieder bis 22 in der Jugendmusik mitmachen», sagt der Dirigent. Da beim Festival das Höchstalter 25 Jahre betrug, durften einige länger mit dabei sein. Roth bereitet das Orchester nun für das Galakonzert und für die Olma vor. «Wir dürfen an der Eröffnung spielen.»