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KREUZLINGEN: Goethes Faust als Kartenspiel

Am Besuchstag präsentierte sich die Kantonsschule als moderne Mittelschule. Die besten Maturaarbeiten erhielten Preise.
Für ihre Maturaarbeiten prämiert: Julia Scherer, Helen Ribi, Sophie Meng und Aurel Appius. (Bild: PD)

Für ihre Maturaarbeiten prämiert: Julia Scherer, Helen Ribi, Sophie Meng und Aurel Appius. (Bild: PD)

Die Besucher hatten die Auswahl aus exakt 50 Unterrichtsstunden aller Fachrichtungen und Klassenstufen. Beim Besuchstag an der Kantonsschule Kreuzlingen am Samstag war alles dabei: von Fächern wie Wirtschaft und Recht oder Französisch über naturwissenschaftliche Fächer wie Chemie und Biologie bis hin zum Sportunterricht. Und wenn man wollte, konnte man sich für dreimal 45 Minuten als richtiger Kantischüler fühlen.

Doch damit nicht genug: Ein selbst gemachtes Kartenspiel der Klasse 3Mz zu Goethes Faust zeigte eine frische Herangehensweise an einen Klassiker der deutschen Literatur. Weitere Produkte aus Projekt- und Sonderwochen zeigten ebenfalls sehr konkret und auf spannende Weise, wie heute an einer modernen Kantonsschule gearbeitet wird. So erhielt man etwa anhand von Sketchen Einblick in ein erfrischendes Deutsch-Projekt der Klasse 1Mb. Ausserdem wurden die Besucher im Einakter «USA/Mexiko», welcher in einer interdisziplinären Projektwoche entstanden war, von der Klasse 2Mb für einen Moment nach Amerika entführt, und auf diese Weise zum Nachdenken angeregt.

Im Mittelpunkt des Rahmenprogramms des Besuchstags stand auch in diesem Jahr die Prämierung der besten Maturaarbeiten durch den Beirat der Kantonsschule und unterstützt von der Stiftung Jugendförderung Thurgau. In ihren Lobreden haben die Beiräte, die als Jury die Arbeiten prämiert hatten, Gunda Ritter-Mann, Sek-Schulleiter Michael Kubli und Kantonsrat Reto Lagler wiederholt darauf hingewiesen, wie anspruchsvoll und zugleich wissenschafts- und lebensnah die Maturaarbeiten seien. Die Preisträger 2018 heissen Sophie Meng, Klasse 4Mz («The Girl Made of Glass – Behind the Process of Writing a Book»), Helen Ribi, 4 Mc («Exploring the style of bass legend Larry Graham»), Julia Scherer, 4Ma («Betoneigenschaften in Abhängigkeit der Sandqualität») sowie Aurel Appius, 4Mz («Programmierung eines ein- fachen 3D-Computerspiels mit OpenGL»). Den musikalischen Rahmen bildeten zwei Stücke der Kanti-Perkussionsband sowie drei Stücke der Bigband. (red)

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