KREUZLINGEN: Geschichte ist Lehre der Zukunft

Für die Abstimmung zum neuen Museumskonzept, die am 27. November stattfindet, hat sich ein Pro-Komitee gebildet. Die drei Institutionen seien wertvoll für die Stadt.

Nicole D'orazio
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Alle für das Gleiche: Das Pro-Komitee wirbt für das neue Kreuzlinger Museumskonzept. (Bild: Reto Martin)

Alle für das Gleiche: Das Pro-Komitee wirbt für das neue Kreuzlinger Museumskonzept. (Bild: Reto Martin)

KREUZLINGEN. Eine Boje, viele Seile: Zwölf Personen aus Kreuzlingen, aus verschiedenen Branchen und Parteien, stehen für das Gleiche ein. Sie werben für ein Ja zum neuen Kreuzlinger Museumskonzept. Dieses kommt am 27. November zur Volksabstimmung. Das Seemuseum, das Rosenegg und das Planetarium/Sternwarte sollen mehr Geld von der Stadt für den Betrieb erhalten (siehe Kasten). «Die drei roten Seile an der Boje symbolisieren die drei Museen. Und wir ziehen sozusagen alle am gleichen Strick», sagt Jürg Schenkel, der frühere Schulpräsident und Präsident des Pro-Komitees, an der Medienpräsentation am Mittwochabend im Seemuseum.

Die Museen sind für die Stadt wichtig

Alle Mitglieder setzen sich für die drei Museen ein, weil sie für Kreuzlingen wichtig seien und die Stadt attraktiver machten. «Die Geschichte unserer Vergangenheit, die in Museen sichtbar gemacht wird, ist die Lehre der Zukunft», begründet Schenkel sein Engagement. Die Geschichte bleibe immer aktuell, die Zukunft sei Ungewiss, meint SVP-Gemeinderätin Irene Herzog. Und man solle lieber historische, bewährte Projekte unterstützen, als neue zu generieren. Mirjam Bührer von der Musikschule Kreuzlingen sagt: «Weil man in den Museen Einsichten gewinnen kann, die die Sicht des Alltäglichen verändern.»

Jürg Schlatter, Stiftungsratspräsident des Seemuseums, freut sich über die Unterstützung. «Das Komitee hilft uns, unserem Anliegen neben der Stadthaus-Vorlage nochmals Gehör zu verschaffen.» Bisher sei ihm keine Kritik an den neuen Kostenbeteiligungen der Stadt zu Ohren gekommen. Es sei aber besser, wenn sich ein Komitee sicherheitshalber noch für die Sache einsetze. «Es ist zudem pionierhaft, was die Stadt Kreuzlingen mit dieser Unterstützung leistet», lobt Schlatter.

Das sieht auch Priska Sieber, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Thurgau so: «Eine Bildungsstadt ohne attraktive Museen ist wie ein Vogel ohne Federn», sagt sie.

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