Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

KREUZLINGEN: Freundschaft über die Landesgrenzen hinweg

Das Centro Italiano besteht seit 25 Jahren. An der Jubiläumsfeier gab es nicht nur feine italienische Spezialitäten, sondern Stadtpräsident Andreas Netzle versprach auch, die Bocciabahn zu sanieren.
Dino Lioi, Andreas Netzle, Luca Convertini, Giuseppe Scarascia und Patrick Wiget schneiden die Torte an. (Bild: Manuela Olgiati)

Dino Lioi, Andreas Netzle, Luca Convertini, Giuseppe Scarascia und Patrick Wiget schneiden die Torte an. (Bild: Manuela Olgiati)

Ein lauer Sommerabend, gut gelaunte Gäste und italienische Spezialitäten: Am Freitag wurde das 25-Jahr-Jubiläum des Centro Italiano gebührend gefeiert. Seit 20 Jahren sind Oriana Scarascia, und ihr Mann Giuseppe mit dabei und kümmern sich um das Wohl ihrer Gäste. Diese kommen aus Deutschland und der Schweiz. Darum ist auch der Jubiläumsabend mit den rund 150 Gästen eine Mischung der Sprachen.

Unter ihnen ist Fredi Mettler und erzählt von seiner letzten Ferienreise nach Cisternino mit seiner Frau. «Wir schätzen die Gastfreundschaft», sagt Xaver Dahinden, ein Sänger vom Männerchor Kurzrickenbach/Landschlacht. Der Chor kehrt nach den Proben jeweils im Lokal ein. Und an diesem Abend geben sie auch im Centro Italiano ihre geübten Lieder zum Besten.

Aus Apulien fanden in den 1960er- und 70er-Jahren viele Gastarbeiter den Weg nach Kreuzlingen. Deshalb werden die Beziehungen zwischen Cisternino und Kreuzlingen mit einer vertieften Städtepartnerschaft gepflegt. Luca Convertini, Bürgermeister von Cisternino, lobt die Schweizer Stadt am See, die viel zur Integration leiste. Er verstehe gut, dass viele seiner Landsleute hier sesshaft geworden seien.

Eine Torte vom Stadtpräsidenten

«Die Verbundenheit ist gross», sagt Stadtpräsident Andreas Netzle in seiner Grussbotschaft. Die Italiener hätten auch die Schweizer integriert. Und weil Italien das Land für gutes Essen sei, habe er eine Torte als Geschenk mitgebracht.

Kreuzlingen bedeute das Zentrum für Begegnungen zu sein, führt Netzle weiter aus. Der Stadtpräsident stellt in Aussicht, dass die Bocciabahn saniert werde und im Centro Italiano bald wieder mit intakter Infrastruktur Spiele ausgetragen werden können. Zudem wachse der Ort zu einem Feriendorf heran. Ein geplantes Tenniszentrum und Fussballplätze würden mehr junge Leute in das Quartier locken. Das Centro Italiano könne so mit weiteren Gästen in die Zukunft blicken.

Gebaut wurde das Centro Italiano Kreuzlingen vor 25 Jahren, seine Ursprünge reichen aber weiter zurück. Seit den 1950er-Jahren entwickelte sich in Kreuzlingen eine aktive Gemeinde italienischer Einwanderer. Ihre Leidenschaft für Sportarten wie Fussball, Boccia und Velofahren liess sie mehrere Vereine gründen. Aus diesen Vereinen ist das Centro entstanden. Die Vereine spielen noch immer eine wichtige Rolle.

Man nehme aktiv am kulturellen und politischen Leben der Stadt teil, sagt Vorstandsmitglied Michele Schiavone. Dino Lioi, der höchste Kreuzlinger übersetzt die Grüsse vom Stadtparlament in die italienische und deutsche Sprache. Er spricht von der Fronarbeit beim Aufbau. Integration der Leute war immer «oberstes Gebot». Das Centro leiste auch heute viel. Die Arbeit habe sich gelohnt, und der Treffpunkt werde so weiterbestehen können.

Manuela Olgiati

kreuzlingen

@thurgauerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.