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KREUZLINGEN: «Es ist nicht nur die kalte Miete»

Wie viel das Schweizer Fernsehen für die Nutzung der Bodensee-Arena bezahlt, ist geheim. Verwaltungsratspräsident Matthias Mölleney erklärt die Preisgestaltung und berichtet von den weiteren Plänen.
Urs Brüschweiler

Urs Brüschweiler

urs.brueschweiler@thurgauerzeitung.ch

Matthias Mölleney, das SRF zahle jährlich einen tiefen sechsstelligen Betrag als Miete für die Bodensee-Arena, sagt deren Unterhaltungschef. Ist das nicht zu wenig aus Ihrer Sicht?

Der genaue Mietpreis ist vertraulich, das ist auch so üblich. Herr Gebel bezog sich in seiner Aussage wohl nur auf die reine Miete. Wir verrechnen aber noch zusätzliche Leistungen, wie etwa Dienstleistungen im technischen Bereich oder die Hotelübernachtungen. Es ist ein grosses Paket und davon ist die Miete nur ein Teil.

Dann sind Sie zufrieden mit den Einnahmen vom SRF?

Ja, wir sind zufrieden. Der Normalpreis für einen einzelnen Tag Hallenmiete liegt bei 2000 Franken. Da kann sich jeder die Dimensionen selber ausrechnen. Natürlich ist klar, dass Grosskunden auch einen Spezialpreis erhalten, aber wie gesagt, es kommen ausser der kalten Miete auch noch einige Zusatzleistungen hinzu.

SRF-Unterhaltungschef Christoph Gebel spricht davon, dass man auch noch andere Standorte prüft. Wie sicher sind Sie, dass das Fernsehen überhaupt in Kreuzlingen bleibt?

Wenn wir den Vertrag hinkriegen, dann klappt das. Das SRF prüft aber heute schon Möglichkeiten für die Zeit nach 2027.

Wenn das SRF ab 2019 die Halle den kompletten Winter mietet, wird der Mietpreis aber sicher höher?

Wir sind derzeit daran, die Vertragsgrundlagen zu erarbeiten. Das Ziel ist es, all unsere Leistungen zu einem Paket zusammenzufassen, von welchem beide Parteien profitieren können.

Sie müssen aber mindestens so viel erwirtschaften, dass Sie damit das zusätzliche Eisfeld auf dem Parkplatz finanzieren können.

Wenn wir die zusätzlichen Einnahmen ausschliesslich in ein zusätzliches Eisfeld investieren, das aber nur wenige Stunden pro Tag genutzt wird, macht das keinen Sinn. Ohne angemessene und vor allem gesicherte Einnahmen aus der Eisnutzung geht es nicht, denn wir müssen auch in die langfristige Zukunft investieren. Wenn der Fernsehvertrag nach 8 Jahren ausläuft, wird man uns fragen, was wir getan haben, um die Bodensee-Arena auf die Zeit danach vorzubereiten.

Es ist also gar nicht sicher, dass ein Ballon gebaut wird?

Wenn es technisch möglich ist und die Sportler zu dem stehen, was sie versprechen, gibt es keinen Grund, daran zu zweifeln. Wir schauen jetzt, wie das alles konkret machbar ist, und danach können wir genauer kalkulieren.

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