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KREUZLINGEN: Ergreifender «Elias»

Mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz begeisterte der Oratorienchor am Sonntag das Publikum.
Der Oratorienchor singt in der Kirche St. Stefan. (Bild: Erwin Schönenberger)

Der Oratorienchor singt in der Kirche St. Stefan. (Bild: Erwin Schönenberger)

Mit dem Oratorium «Elias» hat Felix Mendelssohn ein Werk geschaffen, das schon bei der Uraufführung im Jahr 1846 unter der Leitung des Komponisten Begeisterungsstürme ausgelöst hatte. Auch heute ist das Oratorium noch so beliebt, dass es von grossen, leistungsstarken Chören gern aufgeführt wird. Wegen seiner vielfältigen und abwechslungsreichen Umsetzung der dramatischen Geschichte von Elias stellt es hohe Ansprüche an Chor, Orchester und Solisten. Dank des gut gestalteten Textheftes hatten die Besucher des Konzerts vom Sonntag in der Emmishofer Kirche St. Stefan keine Mühe, den Inhalt des Werkes zu verfolgen und dadurch die musikalische Umsetzung zu geniessen.

Die Dirigentin Annedore Neufeld schaffte es mit ihrer Interpretation, Chor, Orchester und Solisten musikalisch zu einer Einheit zu verschmelzen und den Klangkörper den Gegebenheiten der akustisch hervorragenden Kirche anzupassen. Zum gelungenen Gesamteindruck trug auch die dynamisch dem Geschehen angepasste Gestaltung viel bei. Vor allem im ersten, dramatischen Teil der Geschichte, in dem Elias sich mit seiner ganzen Kraft für die Umkehr des Volkes von den Baalpriestern zu Gott einsetzt, füllt sich die Kirche mit starken Forteklängen. Subtil und fein gesungen dann das Wunder, als Gott das tote Kind der Witwe wieder zum Leben erweckt. Neben Chor und Orchester sind es vor allem die vier Solostimmen (Mechtild Bach, Sopran; Roswitha Müller, Alt; Raphael Horn, Tenor; Matthias Horn, Bass), die mit ihren Rezitativen die spannende Geschichte erzählen. Die Hauptrolle spielt dabei natürlich Matthias Horn als Elias.

Dramatik und Resignation

Die dem Oratorium zugrunde liegende Elias-Geschichte aus dem Buch der Könige wurde von den Ausführenden unter der Leitung der engagierten Dirigentin Annedore Neufeld auf eine Weise umgesetzt, die wohl keinen Besucher kalt liess. Da spürte man die Wut von Elias, den Wandel des Volkes ebenso wie die tröstenden Worte Gottes an den verzweifelten Elias auf musikalisch packende Weise. Dies zeigte sich denn auch im Schlussapplaus. Da freut man sich bereits auf das nächste Konzert des Oratorienchors am 28. März 2018. Dann gelangt das «Stabat Mater» von Antonin Dvorák zur Aufführung. Der Kreuzlinger Chor tritt zusammen mit der Münsterkantorei Basel, der Südwestdeutschen Philharmonie und Solisten auf.

Erwin Schönenberger

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

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