KREUZLINGEN: Einmaliger Geldsegen

Die Primarschule und die Sekundarschule können für das Jahr 2016 Überschüsse ausweisen. Zwei ausserordentliche Buchgewinne führen zu den positiven Ergebnissen.

Urs Brüschweiler
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Urs Brüschweiler

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@thurgauerzeitung.ch

«Das sind sehr erfreuliche Ergebnisse», sagt René Zweifel. Trotz kleiner Steuersenkungen in beiden Kreuzlinger Schulgemeinden durfte der Schulpräsident gestern Überschüsse in Millionenhöhe für beide Körperschaften präsentieren. Zu verdanken sind die hohen Gewinne hauptsächlich einer Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen für den ­Finanzausgleich. Der Regierungsrat hatte letzten Herbst im Sinne der Schule Kreuzlingen entschieden, dass diese buchhalterischen Reserven nicht mehr nötig sind. Die Primarschule profitierte somit 2016 von einem ausser­ordentlichen Ertrag von 1,1 Millionen Franken und schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 1,5 Millionen Franken. Die Sekundarschule konnte sogar 1,6 Millionen Franken Reserven auf­lösen und weist einen Vorschlag von 2 Millionen Franken aus.

Steuereinnahmen lagen tiefer als erwartet

Die Steuereinnahmen lagen jedoch deutlich tiefer als erwartet. Wie schon bei der Rechnung der Stadt war ein Wegbruch der Erträge aus Vorjahren von Unternehmen der Grund. Bei der Sekundarschule kamen auch aus Bottighofen weniger Steuer­gelder als erwartet. Diese Mindereinnahmen konnten die Schulen jedoch mit besseren Ergebnissen in diversen anderen Bereichen wieder auffangen. Finanzchefin Susanne Burgmer berichtete von einer Arbeitsgruppe des Kantons, welche die Lastverteilung im ­Finanzausgleich bis 2019 neu ­regeln möchte. Die Kreuzlinger Schulen zahlen jährlich rund acht Millionen Franken in den Topf. Die Beiträge der Gebergemeinden hätten eine Höhe erreicht, mit der man nicht mehr einverstanden sei, sagte Zweifel.

In den nächsten Jahren werden die Schulgemeinden einiges investieren, auch aufgrund des erwarteten deutlichen Schüler­anstiegs. Die Schulzentren Seetal und Bernegg sowie die Horte kommen bei der Primarschule als Nächstes zum Zug. Bei der Sekundarschule liegt der Fokus auf dem «Egelsee», einerseits bei der Renovation des Schulhauses, andererseits plant man bekanntlich die Sanierung des Thermalbads.