Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

KREUZLINGEN: Ein Stück Natur in der Stadt

Die Stiftung Natur und Wirtschaft zeichnet die Überbauung auf dem Kreuzlinger Bellevue-Areal als erstes naturnahes Wohngebiet in der Ostschweiz aus. Die Umgebung der Gebäude bietet einheimischen Tieren und Pflanzen Lebensraum.
Urs Brüschweiler
Bauherr Patrick Bücheler hält in seiner Hand die Zertifizierung, welche er von Reto Locher von der Stiftung Natur und Wirtschaft erhalten hat. (Bild: Andrea Stalder)

Bauherr Patrick Bücheler hält in seiner Hand die Zertifizierung, welche er von Reto Locher von der Stiftung Natur und Wirtschaft erhalten hat. (Bild: Andrea Stalder)

KREUZLINGEN. Als das Gebiet an zentraler Lage hinter dem Stadtbahnhof in Kreuzlingen überbaut wurde, fanden das nicht alle Kreuzlinger nur gut. Der Bellevue-Park, wo früher das Sanatorium der Familie Binswanger seinen Sitz hatte, galt immer als eine grüne Lunge der Stadt. Jetzt, wo die drei «Perlen» genannten Mehrfamilienhäuser, die in ihrer Form ein wenig an Fussballstadien erinnern, gebaut und bezogen sind, gibt es Lob für die naturnahe Umgebungsgestaltung.

Urkunde überreicht

Bereits im Gestaltungsplan von 2009 wurde festgehalten, dass der Grünbereich so zu gestalten sei, dass eine städtische Parklandschaft und ein öffentlich zugängliches Wegnetz entstehen muss. Gestern hat nun die Stiftung Natur und Wirtschaft das Projekt als erstes naturnahes Wohngebiet in der Ostschweiz zertifiziert. Geschäftsführer Reto Locher überreichte Patrick Bücheler von der Bücheler Architektur und Generalunternehmung die entsprechende Urkunde. Die Auszeichnung erfolgte auf Anregung der Stadt.

Platz für einheimische Natur

Der Umweltschutzbeauftragte Stefan Braun und Stadtrat Ernst Zülle zeigten bei einem Rundgang über das Areal, was die Besonderheit ausmacht. Rund um die Gebäude wurden nämlich keine Rasenflächen angelegt, sondern Blumenwiesen. Diese werden so wenig wie möglich gemäht und zeigen sich daher in blühender Farben- und Artenvielfalt. Alte Bäume wurden stehen gelassen, und sogar ein Stück Wald befindet sich noch auf dem Gelände. Ein Fuchs lebe bereits dort, der Buntspecht werde sich sicher auch noch ansiedeln, erklärte Stefan Braun. Entlang der Bahngeleise wurde ein Trockenstandort realisiert, wo etwa Eidechsen einen wunderbaren Lebensraum finden. Einheimische Gewächse, Insekten, Igel, Vögel; auf dem Bellevue-Areal herrscht das pralle Leben. Auch die Bewohner der 160 Wohnungen nehmen die naturnah belassene oder so gestaltete Umgebung als gesteigerte Lebensqualität wahr. Doris Guidon sagte, sie freue sich jeden Tag, wenn sie rausgehe und die schönen Blumenwiesen sehe. Die Stadt Kreuzlingen will bei Bauvorhaben künftig vermehrt solche Grünräume fördern.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.