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KREUZLINGEN: Ein Lebewohl nach 30 Jahren

Mit einem festlichen Gottesdienst verabschiedete sich Pfarrer Josef Gander in den Ruhestand. Nicht nur in Emmishofen hat er in der langen Zeit viele sichtbare Spuren hinterlassen.
Manuela Olgiati
Pfarrer Josef Gander beim Abschiedsapéro zu seinen Ehren. (Bild: Reto Martin)

Pfarrer Josef Gander beim Abschiedsapéro zu seinen Ehren. (Bild: Reto Martin)

Manuela Olgiati

kreuzlingen

@thurgauerzeitung.ch

Alle kamen sie in die Stefanskirche in Emmishofen. Die Pfarrer und die Redemptoristen füllten den Kirchenraum, die Kirche war mit Gottesdienstbesuchern voll besetzt. Unter den Gästen weile auch Besuch aus Südamerika, freute sich Pfarrer Josef Gander. Am Morgen des Stefanstags fand seine festliche Abschiedsmesse statt. Der 74-jährige Pfarrer wurde nach 30 Jahren verabschiedet, davon war er 23 Jahre lang als Pfarrer tätig. Es war 1994, als Pfarrer Josef Gander nach Emmishofen kam. Bereits zuvor wirkte er in der Pfarrei. Zwei Drittel seiner gesamten Priestertätigkeit habe er in Emmishofen verbracht, lobte Tim Büchele, der Pfarreiratspräsident den scheidenden Pfarrer. Für die Jugendlichen hatte Gander stets ein offenes Ohr. Insgesamt 45 Jahre lang, seit 1972 stand er mit verschiedenen Aufgaben im Dienst der katholischen Kirche. Der Pfarreiratspräsident würdigte die Arbeit von Pfarrer Josef Gander, der es verstanden habe, Menschen zusammenzubringen. Pfarrer Josef Gander habe immer gute Lösungen gefunden. Die Festpredigt hielt Gastpfarrer Johannes Römelt, der vom alltäglichen Gott sprach und den Kirchbürgern von Kreuzlingen Mut machte, diesen in ihre Gespräche miteinzubeziehen. Den eucharistischen Segen erteilte Pfarrer Josef Gander.

Musikalischer und wortreicher Abschied

Der Stefanschor führte am Festgottesdienst die Messe in brevis, die «Spatzenmesse» von Wolfgang Amadeus Mozart, das «Transeamus usque Bethlehem» von J. Schnabel und «Tollite hostias» aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saens auf. Unter den Solisten traten Larissa Bretscher, Martina Gmeinder, Thomas Mertens und Reinhard Strebel auf. Das Orchester war mit den Musikern der Südwestdeutschen Philharmonie vertreten. Beim anschliessenden Apéro in der Mehrzweckhalle des Berneggschulhauses traten Sänger sowie verschiedene Redner auf. Die Zeit nach der Pensionierung gelte es auszufüllen, richtete Beat Krähenmann, der Präsident der katholischen Kirchgemeinde, sich an Pfarrer Josef Gander. Für jeden Monat ein Geschenk überreichte er ihm mit humorvollen Worten.

Erst der fünfte Pfarrleiter seit 1899

Dann wurde auch erwähnt, dass Josef Gander der fünfte Pfarr­leiter seit 1899 in der St. Stefankirche war und insgesamt 3450 sonntägliche Gottesdienste in Kreuzlingen durchführte. Nach der Pensionierung ab Januar wird Josef Gander, der in Beckenried am Vierwaldstättersee aufgewachsen war, weiterhin im Priesterhaus in Bernrain wohnen. Josef Gander zeigte sich stolz darauf, dass er seinem Nachfolger Jan Walentek und den polnischen Redemptoristen eine gut funktionierende Pfarrei übergeben könne. Pater Jan Walentek hob in seiner Rede hervor, dass man es sehr begrüssen würde, wenn sie auch nach der Pensionierung auf ihn zählen dürfen. Pastoralassistent Ivan Trajkov verlas Briefe von Religionsschülern. Sie werden den beliebten Pfarrer sehr vermissen. Es war deutlich zu merken, dass der Pfarrer immer ein offenes Ohr für die Sorgen von Gross und Klein hatte. So bleibt ein volksnaher, freundlicher Pfarrer in bester Erinnerung.

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