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KREUZLINGEN: Ein humorvoller Wirtschaftsboss

Der Gewerbeverein freute sich an seiner Generalversammlung über prominenten Besuch. Ein prächtig aufgelegter Peter Spuhler plauderte bei seinen Kollegen aus der Wirtschaft aus dem Nähkästchen.
Urs Brüschweiler
Spass beim Interview: Philipp Landmark befragt Peter Spuhler. (Bild: Donato Caspari)

Spass beim Interview: Philipp Landmark befragt Peter Spuhler. (Bild: Donato Caspari)

Urs Brüschweiler

urs.brueschweiler@thurgauerzeitung.ch

«Man muss die Party verlassen, wenn die Musik noch spielt.» Peter Spuhler war bei seinem Auftritt bei der Generalversammlung des Kreuzlinger Gewerbevereins nicht verlegen, um einen guten Spruch. So hatte der Verwaltungsratspräsident der Stadler Rail nämlich die Frage nach seinem Rückzug aus der operativen Führung des Bussnanger Konzerns beantwortet. Es war eine äusserst kurzweilige Stunde, in welcher der ehemalige Chefredakteur des St. Galler Tagblatts, Philipp Landmark, den Vorzeige-Unternehmer und SVP-Politiker interviewte. An den Reaktionen der zahlreich erschienen Gewerbler konnte man grosse Bewunderung für Spuhlers Lebenswerk ablesen.

Die Zukunft muss man vorbereiten

Der 59-Jährige erzählte vom erfolgreich eingeleiteten Generationenwechsel in seinem Unternehmen. Und wie wichtig es sei, dass man die Zukunft gut vorbereite, Mitarbeiter aufbaue und ihnen auch Vertrauen schenke. Dass sein Nachfolger als CEO, Thomas Ahlburg, ein Kreuzlinger sei, darauf wies Spuhler seine Zuhörer am Montagabend natürlich besonders gerne hin. «Er ist zwar Norddeutscher, aber er zahlt hier Steuern», meinte er mit einem Schmunzeln. Spuhler bereue seinen Rückzug ins strategische Geschäft bislang überhaupt nicht. «Ich werde bald 60 und traue mir zu, noch zehn Jahre Verwaltungsratspräsident zu bleiben.» Doch natürlich greife er auch heute noch ein, wenn etwas nicht so laufe wie er will. Bisweilen punktete Spuhler auch mit Selbstironie: «Als wir gestartet sind, waren wir 30 und das Alter kein Thema. Und plötzlich merkst du bei einer Sitzung: es sitzen nur alte Säcke am Tisch.»

Noch viele weisse Flecken auf der Weltkarte

Die Eisenbahn habe als urbanes Massentransportsystem eine grosse Zukunft, findet Spuhler. Es gebe noch riesige Märkte zu erobern. Er erwähnte Indien, Istanbul oder Teheran, wo Stadler Rail um Aufträge buhlt. Und er lobte das Schweizer Berufsbildungssystem, das weltweit top sei und ein wichtiges Erfolgsrezept für sein Unternehmen darstelle.

Natürlich sprach Philipp Landmark auch seine politischen Ambitionen an. Auch wenn Spuhler dieser Frage überdrüssig ist, bestätigte er, dass bei einer Vakanz im Ständerat und einer entsprechenden Anfrage an ihn, er sich das zumindest überlegen wolle. Nach Fragen aus dem Publikum und der Versicherung, dass er gerne wieder einmal nach Kreuzlingen kommt, schloss Spuhler einen amüsanten Abend mit der Frage, ob es den jetzt etwas zu trinken gebe.

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