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KREUZLINGEN: Ein Denkmal hat Geburtstag

Heute heisst sie Bodensee-Arena. Eröffnet wurde die Halle am 18. Februar 1978 als Eissport-Stadion Kreuzlingen-Konstanz. Morgen jährt sich dieser Tag zum 40. Mal. Ein Blick in die abwechslungsreiche und bewegte Vergangenheit.
Urs Brüschweiler
Hochbetrieb in der neu eröffneten Eishalle. (Bilder: Festschrift zur Einweihung 1978)

Hochbetrieb in der neu eröffneten Eishalle. (Bilder: Festschrift zur Einweihung 1978)

Urs Brüschweiler

urs.brueschweiler@thurgauerzeitung.ch

«Ein lang ersehnter Wunsch geht in Erfüllung». Der Konstanzer Oberbürgermeister Bruno Helmle schrieb diese Worte «zum Geleit» in die Festschrift zur Eröffnung des Eissport-Stadion Kreuzlingen-Konstanz 1978. Es sei ein «weiteres Denkmal grenzüberschreitender Gemeinschaftsarbeit». «Wir freuen uns heute über ein Werk, das sichtbar Ausdruck guter Nachbarschaft ist», waren die Worte des Kreuzlinger Stadtammanns Emil Heeb. Sein Vorgänger und damaliger Regierungsrat Alfred Abegg hatte noch davon geträumt, die Sportstätte genau auf die Landesgrenze zu bauen. Eine Idee, die wegen bürokratischer Hürden aber nicht realisiert werden konnte. Der Eislaufbetrieb war probeweise schon im Oktober 1977 aufgenommen worden. Die bis zu 3000 Eisläufer pro Tag haben die Erwartungen bei weitem übertroffen. 6,2 Millionen Franken hatte der Bau gekostet, die Nachbarstädte beteiligten sich je zur Hälfte an der Finanzierung der Kunsteisbahn.

Gemeinschaftsprojekt wird zum Sorgenkind

Die Euphorie wich dann im Laufe der Jahre zunehmend. Die Träger-Organisationen müssen Defizite übernehmen. Um die Jahrtausend-Wende entsteht mit dem Umbau zum Event- und Hotelbetrieb die Bodensee-Arena. Doch dieser wird zum Desaster und schüttelt das Unternehmen finanziell und politisch durch. Von 2000 bis 2009 trägt der HC Thurgau seine Heimspiele in Kreuzlingen aus. Spätestens mit dessen Rückkehr nach Weinfelden setzt die Führung der Bodensee-Arena vermehrt auf Events. Insbesondere die regelmässigen TV-Produktionen sind ein Imagegewinn und ein wichtiges finanzielles Standbein. Doch der Eissport-Bereich fühlt sich vernachlässigt. Die Diskussionen, wie man beides unter einen Hut bringen kann, dauern bis heute an.

Die Verlustvorträge sind abgebaut

Der «transnationale Gedanke» der Bodensee-Arena sei im Laufe der Zeit leider in den Hintergrund gerückt, findet Matthias Mölleney. Er ist seit 2005 Verwaltungsratspräsident und sieht die Entwicklung in den letzten Jahren Jahren sowohl im sportlichen Bereich, wie auch mit dem Einstieg ins stark umkämpfte Fernsehgeschäft, positiv. «Nach Jahren mit hohen Defiziten ist uns vor 2007 bereits der Turn-Around gelungen.» Dank harter Arbeit aller Mitarbeiter sei es gelungen die Bodensee-Arena schuldenfrei zu machen. Die Zukunft hänge nun zu einem guten Teil von der No-Billag-Abstimmung am 4. März ab. Mölleney hofft deshalb sehr, dass dieses Szenario nicht eintrifft, und man die aufgegleiste Kompromisslösung zwischen TV-Geschäft und Eissport realisieren kann.

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