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KREUZLINGEN: Drei Schüler sind Profis im Diskutieren

Eine Delegation der Kantonsschule ist derzeit am Jugendparlament in Brüssel.

Eigentlich ist heute und morgen ein normaler Schultag für die Schüler der Kantonsschule Kreuzlingen. Elena Hutterli, Marco Di Giuseppe und Raphael Uhl fehlen aber an beiden Tagen: Sie sind mit ihrem Deutschlehrer Daniel Hurtado in Brüssel. Die drei Schüler haben es geschafft, sich für das Jugendparlament in Belgien zu qualifizieren.

Diese Qualifikation ist das Ergebnis eines zweistufigen Verfahrens, welches die drei Jugendlichen hinter sich gebracht haben. Zuerst waren sie in Bern an einer Regional Session. Nur dank dieser konnten sich die Schüler für die National Selection Conference in Lausanne bewerben. Das Vorgehen bei diesen Anlässen ist stets in zwei Teile geteilt: In einer ersten Phase arbeiten die Jugendlichen in sogenannten Comittees – also kleinen Arbeitsgruppen – zusammen und arbeiten zu einem politischen Thema einen Entschluss aus. Die Comi­tees sind bunt durchmischt: Dadurch sind die Schüler der gleichen Schule nicht in derselben Arbeitsgruppe. In einer zweiten Phase werden die Beschlüsse wie in einem Parlament nach strengen Regeln diskutiert. Im Anschluss erfolgt eine Abstimmung über die Beschlüsse. Alle diese Anlässe werden vom European Youth Parliament, kurz EYP, organisiert. Dieses ist ein von der Eidgenossenschaft unterstütztes Jugendparlament.

Im Gepäck sind kulinarische Mitbringsel

An der National Selection Conference in Lausanne hat eine Jury die Arbeit der Schüler beurteilt und aufgrund dieser mehrere Delegationen ausgewählt, die sich für eine Auslandsession qualifiziert haben. Darunter waren auch die drei Schüler der Kantonsschule Kreuzlingen, die nun in Brüssel sind. Doch was erwartet sie nun dort? Daniel Hurtado, der verantwortliche Lehrer für die drei Schüler, beantwortet diese Frage: «In Brüssel findet eine ­Regional Session für die dort ­ansässigen Jugendlichen statt. Die Kreuzlinger Delegation ist quasi als Ehrengast dabei und soll als Vorbild für die noch nicht so erfahrenen Diskussionsteil­nehmer dienen.» Nebst dem üblichen Aufbau der Veranstaltungen des EYP – erst das Comitee-Work und dann die General Assembly – wird heute Abend nicht nur diskutiert, sondern auch geschmaust: Die Kreuz­linger haben kulinarische Mitbringsel aus dem Thurgau im Gepäck.

Schüler müssen viel Engagement zeigen

Die Teilnahme an den Veranstaltungen des EYP steht allen Kreuzlinger Schülern offen, ist aber freiwillig. Die Schüler müssen viel Engagement zeigen – die Veranstaltungen finden oftmals am Wochenende statt. Dazu schreckt ein weiterer Umstand der Veranstaltungen ab: Sie werden alle in Englisch abgehalten, gute Englischkenntnisse sind somit unabdingbar. Die Aufgabe von Daniel Hurtado ist es deshalb, interessierte Schüler zu finden und sie auf die Veranstaltungen des EYP vorzubereiten. Diese Vorbereitung ist vor allem organisatorischer Natur und behandelt auch inhaltliche Fragen zum Comitee Work. Dazu begleitet Hurtado die Schüler an die Sessions.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Kreuzlinger Kantonsschule eine Delegation an eine Regional Session schickt – bereits zweimal war dies der Fall. Allerdings haben es diese Delegationen nicht an die National Selection Conference und somit auch nicht an eine Auslandsession geschafft. Die Qualifikation für Brüssel ist demnach eine Premiere. (vst)

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