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KREUZLINGEN: Die Strasse wird zur Haltestelle

Die Sanierung und Aufwertung der Romanshornerstrasse kommt im Gemeinderat gut an. Einzig die SVP mochte dem überarbeiteten Projekt nicht zustimmen. Diskussionen gab es einmal mehr wegen dem Bus.

Am 4. März wird das Kreuzlinger Stimmvolk nicht nur über das Familien- und Freizeitbad Egelsee, sondern auch über die Romanshornerstrasse abstimmen. Der Gemeinderat hat am Donnerstagabend den Weg dafür geebnet. Alle Fraktionen bis auf die SVP stellten sich hinter das überarbeitete Projekt. Der Präsident der vorberatenden Kommission für Werke, Bau und Umwelt, Christian Forster, betonte, der Stadtrat habe die Kritik am ersten Vorschlag aufgenommen. Er freue sich auf den neuen, strahlenden Dorfkern und hoffe, der Gemeinderat helfe mit, der Bevölkerung das Projekt zu vermitteln.

Planer ernten Lob für den gefundenen Kompromiss

Der SP hatte die mutigere erste Vorlage besser gefallen. Aber das neue Projekt bringe immer noch markante Verbesserungen gegenüber dem Istzustand, fand Markus Brüllmann. Ramona Zülle, CVP, pries die Lösung als guten Kompromiss an. Und Roger Schläpfer, FDP, sprach den Planern für die Arbeit ein grosses Kompliment aus. Man müsse auch betonen, dass mit dieser Vorlage der Kanton eine Million Franken an die Aufwertung des Dorfkerns zahle. Keinen Meinungsumschwung gab es aber bei der SVP. Daniel Lauber hielt fest, die Partei sähe lieber ein normales Sanierungsprojekt. Unter anderem sei die vorgesehene Pflästerung zu teuer. «Wir müssen beim Verkehr auch einmal etwas Neues wagen», appellierte Thomas Leuch, EVP, schliesslich an die Ratskollegen.

Für Diskussionen sorgten noch die Fahrbahnhaltestellen für den Bus. Insbesondere der SVP sind diese ein Dorn im Auge. «Der Verkehrsfluss ist wichtig, denn Stop and go verursacht einen hohen CO2-Ausstoss und mehr Lärm», sagte Judith Ricklin. Stadtrat Ernst Zülle hielt dagegen, die Einführung der Fahrbahnhaltestellen komme so oder so. Die Lücken im Verkehr seien nämlich zum Einspuren wichtig. Ausserdem müsse der Bus den Fahrplan einhalten. Alexander Salzmann, FDP, meinte, wenn der Bus Mühe mit der Pünktlichkeit habe, dann müsse man eben den Fahrplan korrigieren. Cyrill Huber, SP, fand die Kritik der «Autopartei» deplatziert. «Das ist unsere letzte Chance mitzubestimmen. Wenn wir jetzt ablehnen, macht der Kanton einfach, was er will.» Und das komme erst noch teurer.

Stadt muss Bruttokredit aufführen

Einen Antrag gab es schliesslich doch noch. Er wurde von Beat Rüedi, FDP, nach Ausführungen von Alexander Salzmann gestellt: in der Botschaft soll der Bruttobetrag ohne die Gelder aus dem Agglomerationsprogramm aufgeführt werden. Man wolle die gleiche Vorgehensweise wie beim Schwimmbad. Vizestadtpräsidentin Dorena Raggenbass erklärte, der Stadtrat habe kein Problem damit. Der Antrag wurde mit einer Gegenstimme befürwortet. Die Romanshornerstrasse kostet die Stadt daher jetzt offiziell 3,2 und nicht 2,76 Millionen Franken. Die gesamte Vorlage wurde mit 29 Ja- zu 6 Neinstimmen bei einer Enthaltung klar angenommen.

Martina Eggenberger Lenz

martina.eggenberger@ thurgauerzeitung.ch

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