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KREUZLINGEN: Die SP schiebt den Bus an

Für die Sozialdemokraten läuft zu wenig beim Stadtbus. Sie möchten nun mittels Petition eine Diskussion anregen mit dem Ziel einer besseren Akzeptanz und eines attraktiveren Angebots.
Urs Brüschweiler
Ein moderner Hybrid-Stadtbus bei der Abfahrt beim Kreuzlinger Stadtbahnhof. (Bild: Reto Martin)

Ein moderner Hybrid-Stadtbus bei der Abfahrt beim Kreuzlinger Stadtbahnhof. (Bild: Reto Martin)

Urs Brüschweiler

urs.brueschweiler

@thurgauerzeitung.ch

Der Stadtbus ist in einen Dornröschenschlaf gefallen. Das findet zumindest die SP Kreuzlingen. Um die Euphorie um das vor mittlerweile 13 Jahren gestartete Projekt wieder zu wecken, lanciert die Partei nun eine Petition «für ein attraktives und bezahlbares Stadtbusangebot.» Die Mitglieder gehen auf die Strasse und werden Unterschriften sammeln für drei Hauptanliegen. Sauer aufgestossen war dem Komitee um Walo Abegglen, Nina Schläfli und Markus Brüllmann die sprunghafte Preiserhöhung auf den Fahrplanwechsel im letzten Dezember. Die normale Einzelfahrt ohne Ermässigung kostet neu 3,20 Franken statt 2,30 Franken (unsere Zeitung berichtete). Eine Rücknahme der Erhöhung oder eine stärkere Subventionierung der Fahrkarten durch die Stadt Kreuzlingen, ähnlich wie in Frauenfeld, fordern die Petitionäre. Auch dass die Regionallinie nach Tägerwilen gefährdet ist, passt den Genossen gar nicht. Ent­sprechend müsse diese Linie auf jeden Fall weitergeführt werden. Alles andere wäre ein Schild­bürgerstreich, sagt Walo Abegglen. Der ehemalige Gemeinderat und Verkehrspolitiker findet, das ­seien beides keine guten Signale. Dafür sind zwar in erster Linie der Tarifverbund Ostwind be­ziehungsweise der Kanton Thurgau verantwortlich, doch die SP möchte auch in der Stadt Kreuzlingen ein breiteres Bewusstsein für das eigene ÖV-Angebot wecken. «Es braucht mehr Schub und Unterstützung für un­seren Stadtbus», sagt Abegglen. Entsprechend fordert der dritte Punkt der Petition eindringlich eine Offensive beim öffentlichen Nahverkehr.

Mehr Marketing, mehr Kooperationen

Besser und intensiver vermarktet werden soll das Stadtbus-Netz. Kooperationen mit Dritten, zum Beispiel Grossverteilern, Unternehmen, Schulen oder Bädern, könnten sich die Petitionäre ­vorstellen, ohne dabei allerdings bereits konkrete Vorschläge zu präsentieren. Eine öffentliche Diskussion möchten die Sozialdemokraten anstossen mit dem Ziel, dass sich etwas bewegen wird. «Heute wird der Stadtbus nur wohlwollend verwaltet.» Die stadträtliche Buskommission genüge jedoch nicht. Es brauche weitere «tatkräftige Anwälte» für den Stadtbus, ebenso wie bessere Strukturen und mehr Ressourcen in der Stadtverwaltung. «Nur so erhöhen wir die Nutzerzahlen, nur so wird der Bus zum Verkehrsmittel für alle, nur so steigt auch der Kostendeckungsgrad.»

Unterschriftensammlung

Am Samstag sammelt die SP im Stadtzentrum Unterschriften für ihre Petition.

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