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KREUZLINGEN: Die Seeforelle kann einziehen

Die Stadt hat den letzten Abschnitt des Chogenbachs durch den Campingplatz Fischerhaus bis in den See aufgewertet. Die grösste Gewinnerin ist die Natur.
Urs Brüschweiler
Die Stadträte Ernst Zülle und Dorena Raggenbass, Wasserbauingenieur Kaspar Fröhlich, der städtische Umweltbeauftragte Stefan Braun und Abteilungsleiter Ruedi Wolfender betrachten den neuen Lauf des Chogenbachs. (Bild: Donato Caspari)

Die Stadträte Ernst Zülle und Dorena Raggenbass, Wasserbauingenieur Kaspar Fröhlich, der städtische Umweltbeauftragte Stefan Braun und Abteilungsleiter Ruedi Wolfender betrachten den neuen Lauf des Chogenbachs. (Bild: Donato Caspari)

«1991 und 2001 hatten wir hier Probleme mit dem Hochwasser», berichtet Stadtrat Ernst Zülle. Eine neue Gefahrenkarte des Kantons bildete denn auch den Auslöser für die Öffnung und Aufwertung des Chogenbachs in Kurzrickenbach. Das unterste Teilstück – quer durch den Campingplatz Fischerhaus bis zur Mündung in den See – ist nun über den Winter zur naturnahen Oase geworden, wie die Verantwortlichen der Stadt gestern stolz präsentierten. Die Aufwertung und Hochwasser-Sanierung war auch Anlass, eine Neuorganisation des Campingplatzes vorzunehmen (unsere Zeitung berichtete). «Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen erhalten», sagt Zülle. Der Bach sei bisher kaum wahrgenommen worden, erklärt der städtische Umweltbeauftragte Stefan Braun. Mit der Neugestaltung sei er vom trennenden zum verbindenden Element geworden.

Geschützter Platz für das Bodensee-Vergissmeinnicht

Das breite Bachdelta unter dem neuen Fussgängersteg sei ein dynamischer Lebensraum, der sich je nach Wasserstand auch verändern könne. Für seltene Pflanzenarten sei hier Platz geschaffen worden. Braun geht davon aus, dass das gefährdete Bodensee-Vergissmeinnicht hier blühen werde. Neben der Flora werde auch die Fauna profitieren. Bei der Gestaltung des Bachlaufes wurden Laichplätze geschaffen. «Wir werden die Seeforelle hier ansiedeln», erzählt Stefan Braun. Und wenn in einigen Jahren der Chogenbach auf seiner gesamten Länge bis zum Lengwiler Weiher renaturiert sein werde, sei für den Biber der Weg frei bis zum See.

Doch der Bach ist auch für die Menschen begeh- und erlebbar. Mitten im Campingplatz wurden mit Steinblöcken Stufen kreiert. Hier bietet das Gewässer einen eigentlichen Spielbereich für die Kinder. Wie einige kleine Steindämme beweisen, wird das Angebot bereits jetzt eifrig genutzt. Der Bach sei nun sowohl für die Camper wie für die Kreuzlinger eine Bereicherung, waren sich alle einig. Die Renaturierung

des nächsten Chogenbach-Abschnitts bis zur Bahnlinie wird im nächsten Winter in Angriff genommen. Dafür müsse zuerst die Brücke zum Freibad Hörnli neu gebaut werden. Gemäss Stadtrat Ernst Zülle rechne man für den Hochwasserschutz und die Revitalisierung des Baches vom See bis zur Bahnlinie mit Kosten von rund einer Million Franken, wobei die Stadt etwa einen Drittel zu tragen habe.

Die Stadträte Ernst Zülle und Dorena Raggenbass, Wasserbauingenieur Kaspar Fröhlich, der städtische Umweltbeauftragte Stefan Braun und Abteilungsleiter Ruedi Wolfender betrachten den neuen Lauf des Chogenbachs. (Bild: Donato Caspari)

Die Stadträte Ernst Zülle und Dorena Raggenbass, Wasserbauingenieur Kaspar Fröhlich, der städtische Umweltbeauftragte Stefan Braun und Abteilungsleiter Ruedi Wolfender betrachten den neuen Lauf des Chogenbachs. (Bild: Donato Caspari)

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