KREUZLINGEN: Die EM-Party steigt in der Halle

Ein privates Organisationskomitee plant in der Bodensee-Arena ein Public Viewing für die Fussball-Europameisterschaft. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 12 000 Besuchern über die 23 Spieltage – vor allem auch aus Konstanz.

Martina Eggenberger Lenz
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Barbara Hummel OK Public Viewing Bodensee-Arena (Bild: pd)

Barbara Hummel OK Public Viewing Bodensee-Arena (Bild: pd)

KREUZLINGEN. Am 10. Juni ist Anpfiff zur Fussball-EM in Frankreich. Spätestens dann bricht wieder das Fussballfieber aus, und allerspätestens am 11. Juni stellen sich die Schweizer Fans die Frage, wo sie das erste Spiel der Nationalmannschaft schauen sollen. Die Schweiz muss an diesem Samstagnachmittag gegen Albanien ran.

Sicher ist jetzt schon: in der Bodensee-Arena wird es ein Public Viewing geben. Das verspricht ein vierköpfiges OK, bestehend aus Barbara Hummel, Marcel Wick, Werner Pick und Nicola Rebrina. Hummel und Wick betonen, dass sie als Privatpersonen und nicht im Namen der Bodensee-Arena agieren. Die Arena organisiere prinzipiell keine Eigenveranstaltungen, sagt Hummel. Man wolle kein finanzielles Risiko eingehen.

Halbe Halle wird genutzt

Das OK mietet die Bodensee-Arena für das Public Viewing, «zum ganz normalen Mietpreis». Vorgesehen ist, dass die Übertragung in der Halle stattfindet. Etwa die Hälfte der Fläche wird dazu benutzt werden. Im unteren Bereich vor der Grossleinwand gibt es Tische und Festbänke, zusätzlich kann die Tribüne besetzt werden. Eine Festwirtschaft gehört natürlich auch dazu, verschiedene Speisen sollen im Angebot sein, erklärt Barbara Hummel.

An den 23 Spieltagen erwarten die Veranstalter 12 000 bis 15 000 Besucher. Um die Sicherheitskosten zu decken, will das OK einen Unkostenbeitrag, beispielsweise in der Höhe von vier Franken, einziehen.

Bessere Lichtverhältnisse

Während der letzten Europameisterschaft gab es im Bereich der Bodensee-Arena ein Public Viewing auf dem Ausseneisfeld, 2008 zur Heim-EM gar eine riesige offene UBS-Arena. Nun favorisiert das OK die Halle. Bei schlechtem Wetter ist das Dach über dem Kopf auf jeden Fall ein Vorteil. Aber was, wenn es schön ist? «In der Halle sind die Lichtverhältnisse für den Beamer eben besser», erklärt Barbara Hummel. Sie persönlich könne aber auch der Variante Ausseneisfeld einiges abgewinnen. Man werde dies intern wohl noch einmal diskutieren.

Hoffen auf die Deutschen

Während der letzten Meisterschaften hat sich gezeigt, dass der Standort bei der Bodensee-Arena vor allem auch für die Konstanzer Fans attraktiv ist – wenn ennet der Grenze kein Angebot existiert. Bei der EM 2012 wurde das Public Viewing auf dem Ausseneisfeld während Deutschland-Spielen teils regelrecht überrannt. Barbara Hummel und ihr Team hoffen deshalb, dass auch dieses Jahr in Konstanz nichts vorgesehen ist. «Wir haben bis jetzt nichts gehört.»

Aktuell sucht das Public-Viewing-Team noch viele Helfer, die gegen Bezahlung am Event einen Einsatz leisten wollen. Auch Vereine werden nun angefragt. Die Gymnastikgruppe Kreuzlingen habe beispielsweise bereits zugesagt, freut sich Hummel.

Interessierte Helfer melden sich bei barbara.hummel@bodensee- arena.com

2008 stand neben der Bodensee-Arena die UBS-Arena. Hier ein Bild vom Finalspiel Deutschland gegen Spanien. (Archivbild: Nana do Carmo)

2008 stand neben der Bodensee-Arena die UBS-Arena. Hier ein Bild vom Finalspiel Deutschland gegen Spanien. (Archivbild: Nana do Carmo)