KREUZLINGEN: Die Besten des Landes ganz nah

Am Wochenende war die Swiss Sailing Super League zu Gast auf dem Bodensee. Auf dem Lasten-Segler St. Jodok konnten die Zuschauer die Regatten mitverfolgen.

Margrith Pfister-Kübler
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Die Experten auf dem Juryboot beobachten den Regattaverlauf. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Die Experten auf dem Juryboot beobachten den Regattaverlauf. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Margrith Pfister-Kübler

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

«Einfach herrlich», waren sich die Fans einig. Bei Bilderbuchwetter konnten sie vor Kreuzlingen die Regatten der Swiss Sailing Super League verfolgen. Seit 2015 veranstaltet der Verband eine offizielle Nationalliga der besten Segelclubs der Schweiz. In der diesjährigen Saison war es die dritte Runde. Am Freitag und Samstag hat der durchführende Yacht Club Kreuzlingen die Lädine St. Jodok, ein historisch nachgebauter Lastensegler, gechartert und jedem gratis die Möglichkeit geboten, das Regattageschehen zu verfolgen. Im Stundenrhythmus steigen neue Leute ein und aus. Vom Land aus geht es auch mit dem Fernglas, oder beim Clubhaus auf dem Bildschirm. Aber draussen auf dem Wasser sind die windgefüllten Segel, das Kämpfen um die vordersten Plätze viel näher.

40 Helfer für die Organisation

«Ich habe mir dieses Wikingerschiff viel grösser vorgestellt», erzählt ein Mädchen. Das spektakuläre Boot ist das gesellschaftliche Thema dieses Anlasses. «Wir lassen uns immer wieder etwas Neues einfallen, um unsere Regatten attraktiv zu machen. Dabei helfen uns auch die Spon­soren», betont Rolf Zwicky, der Präsident des Yacht Clubs Kreuzlingen. Es flösst Respekt ein, was die 40 Helfer unter der Regie von Andrea Süess leisten. Wettfahrtleiter Felix Somm dankt dem Himmel für den Wind, selbst die fordernden Winddreher, die höchst sensibles Segeln verlangen, bringen ihn nicht aus der Ruhe. Nichts entgeht ihm, auch nicht seinem Team, darunter WM-Teilnehmer Peter Munz. Der Austausch der Mannschaften auf See erfolgt Ruckzuck unter der Regie von Jürg Schenkel auf dem Fährboot «Stedi Gropp II». Dort erholen sich auch die zwei Olympiateilnehmerinnen von Rio Linda Fahrni und Maja Siegenthaler vom Thunersee Yacht Club zwischen den Läufen. Schnell wechseln die neuen Crews auf die J/70-Boote, und erneut geht es an den Start. Auf der Lädine lernen Neulinge, dass die Segler nicht mit Rufen angefeuert werden. Immer wieder schweifen die Blicke zum Himmel. Das Wetter bleibt gnädig und die Bise auch. Rolf Zwicky freut sich über die vielen Nicht-Segler auf dem Zuschauerschiff: «Alle haben Spass und wir bringen ihnen den Sport näher.»

Wettfahrtergebnisse

www.swisssailingleague.ch

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