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KREUZLINGEN: Die Armee zieht sich zurück

Das Milizpersonal und die Profis der Militärpolizei verlassen auf Ende Jahr die Kaserne Bernrain endgültig. Die Anlage wird für die Ausbildung von Flugsicherheitsbegleitern noch punktuell genutzt.
Viola Stäheli
In der Kaserne Bernrain wird es ab Januar weniger Betrieb geben. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

In der Kaserne Bernrain wird es ab Januar weniger Betrieb geben. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Viola Stäheli

viola.staeheli@thurgauerzeitung.ch

Als Unterkunft für den Freiwilligengrenzschutz ging die Kaserne Bernrain ursprünglich in Betrieb. 1945 war das – seither hat das Gebäude einige Wandel erlebt. Bis 2003 war das Festungswachtkorps mit über 40 Berufsmilitärs vor Ort, dazu war mehr als dreissig Jahre lang der Frauenhilfsdienst in der Kaserne einquartiert. 1988 und 1991 diente der Standort als provisorische Empfangsstelle für Asylbewerber. Nun steht ein neues Kapitel an: Ab Januar werden das verbleibende Milizpersonal und die Profis der Militärpolizei neu am Standort Sion ausgebildet. «Mit der geplanten zentralen Ausbildung in Sion sollen Immobilienausgaben langfristig reduziert werden», sagt Daniel Reist, Chef Medienbeziehungen Verteidigung und Armeesprecher. Dieser Umzug ist im Konzept der Weiterentwicklung der Armee vorgesehen.

«Geplant ist, die Kaserne Bernrain von der armasuisse Immobilien in das Portfolio des Bundesamts für Bauten und Logistik zu verschieben», sagt Reist weiter. Damit liegt die weitere Nutzung des Standorts künftig nicht mehr im Verantwortungsbereich der Armee.

Kaserne wird weiterhin punktuell genutzt

Bereits 2013 berichtete die Thurgauer Zeitung von einer geplanten Schliessung der Kaserne. Es kam tatsächlich zu einer Teilschliessung, allerdings blieb das Gebäude weiterhin das Ausbildungszentrum für die Militärische Sicherheit. Doch nun ist auch damit Schluss.

Ganz ruhig wird es in der Kaserne aber trotzdem nicht. Laut Gregor Kramer, Abteilungsleiter Armee und Kreiskommandant des Kantons, nutzt das Bundesamt für Polizei fedpol den Standort weiterhin für die Ausbildung von Flugsicherheitsbegleiter (siehe Infokasten). Das bestätigt auch Reist. «Die Kaserne wird also weiterhin punktuell genutzt», informiert Kramer. Allerdings sehe es von aussen trotzdem nach einer Schliessung aus: In Zukunft wird sehr viel weniger Betrieb zu beobachten sein.

Der Kanton ist indessen über die Freistellung der Kaserne informiert. Noch ist unklar, wie die Kaserne in Zukunft genutzt werden soll. «Möglich wäre eine Nutzung für den Asyl- oder Sicherheitsbereich», sagt Kramer. ­Konkrete Pläne liegen aber nicht vor.

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