KREUZLINGEN: Der Zeitpunkt stimmt

Das Museum Rosenegg hat ab nächstem Juli eine neue Leiterin: Yvonne Istas tritt dann die Nachfolge von Heidi Hofstetter an.

Nicole D’orazio
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Die designierte Leiterin, Yvonne Istas, steht im Altbau des Museums Rosenegg. Sie freut sich auf ihre neue Aufgabe. (Bild: Nicole D’Orazio)

Die designierte Leiterin, Yvonne Istas, steht im Altbau des Museums Rosenegg. Sie freut sich auf ihre neue Aufgabe. (Bild: Nicole D’Orazio)

Nicole D’Orazio

nicole.dorazio

@thurgauerzeitung.ch

Dass sie die Stelle bekommen hat, weiss sie seit Sommer. Gekündigt hat sie aber erst kürzlich. Yvonne Istas tritt am 1. Juli 2017 die Nachfolge von Heidi Hofstetter als Leiterin des Museums Rosenegg an. «Es war für mich ein schwerer Schritt. Doch der Reiz, hier in Kreuzlingen zu übernehmen, war grösser», sagt sie. Seit über 15 Jahren leitet sie das Stadtmuseum im deutschen Stockach. Das «Rosenegg» kenne sie seit gut zehn Jahren. «Ich dachte immer, dass das eine schöne Aufgabe wäre. Als ich dann die Ausschreibung für die Stelle sah, musste ich nicht lange überlegen und habe mich beworben.» Sie sei zudem Anfang 50. Wenn sie nochmals eine neue Herausforderung angehen wolle, dann jetzt.

Der ständige Wechsel des Programms reizt sie

Sie wolle nach der Übernahme keinen Schnitt vollziehen, sagt Istas. «Ich möchte den Übergang sanft gestalten und eventuell einiges ergänzen.» Sie kenne das Grundprogramm des Hauses. «Gerade der ständige Wechsel des Angebotes reizt mich.» Die neue Leiterin wohnt derzeit in Überlingen, möchte aber nach Kreuzlingen ziehen. «Es ist besser, am Arbeitsort zu wohnen. So kann mich auch die Bevölkerung besser kennen lernen», meint sie.

Die Freude über die neue Leiterin ist auch bei Thomas Fischer, dem Präsidenten der Stiftung Rosenegg gross. «Da die Kreuzlinger Stimmbürger dem Museumskonzept am 27. November zugestimmt haben, ist die Zukunft gesichert», sagt er. Das «Rosenegg» erhalte nun jährlich 160 000 anstelle der bisher 30 000 Franken. «Wir haben 70 Bewerbungen für die Stelle erhalten. Es war zu Beginn nicht ganz einfach herauszufinden, wer von den vielen guten Bewerbern am besten zu uns passt.» Yvonne Istas hätte schliesslich das Rennen von den drei letzten Kandidaten gemacht. Fischer ist froh, dass die bisherige Leiterin, Heidi Hofstetter, in ihrem Amt bleibt, bis sich deren Nachfolgerin eingearbeitet hat. «Mir war es wichtig, dass sich die beiden Frauen gut verstehen.»

Das Haus übergibt sie in einem Topzustand

Heidi Hofstetter freut sich ebenfalls über ihre Nachfolgerin. «Nach zehn Jahren ist es für mich schön, ihr das Haus in gutem Zustand zu übergeben. Zudem hat sich das Museum etabliert», sagt sie. Sie hätte die Aufgabe mit der Sanierung der Villa im Jahre 2006 übernommen. Heute sei alles bis auf die Fassade in einem Topzustand. Dieser letzte Schritt sei jedoch bereits in Planung. «Auch das Programm für das erste Halbjahr steht. Ich habe mich dabei mit Yvonne Istas abgesprochen.» Für das zweite Halbjahr sei man auf gutem Weg. Natürlich werde sie auch weiterhin für Fragen und Anliegen zur Verfügung stehen, betont Hof- stetter. «Für mich beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt.»