KREUZLINGEN: Dem Spätsommer sei Dank

Das schöne Wetter kam spät. Aber noch früh genug, um die Saison im Freibad zu retten. Die Badi-Genossenschaft hat sich derweil bei seinen Gästen umgehört.

Urs Brüschweiler
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Jürg Schlatter (l.) und Urs Oberhänsli (r.), Präsident und Vize der Genossenschaft Hörnli, ziehen mit Chefbademeister Dominique Assire bei der Baustelle des Badi-Kiosks Bilanz über die vergangene Saison. (Bild: Reto Martin)

Jürg Schlatter (l.) und Urs Oberhänsli (r.), Präsident und Vize der Genossenschaft Hörnli, ziehen mit Chefbademeister Dominique Assire bei der Baustelle des Badi-Kiosks Bilanz über die vergangene Saison. (Bild: Reto Martin)

KREUZLINGEN. «Wir befürchteten, die Saison wird eine Katastrophe.» Jürg Schlatter, Präsident der Kreuzlinger Schwimmbadgenossenschaft Hörnli musste während des verregneten Frühlings mit dem Schlimmsten rechnen. «Bis am 20. Juni war das Wetter meistens einfach nur nass und kalt.» Der Sommer sei dann «So so la la» gewesen, «wie es halt so ist bei uns», meint Schlatter. Doch im Spätsommer und im goldenen Herbst konnte die Badi dann noch viele Besucher verzeichnen und in der Statistik aufholen. Rund 100 000 Gäste kamen 2016 ins «Hörnli». Damit liege man im langjährigen Durchschnitt. Den Spitzenwert vom Vorjahr von 123 000 Besuchern verpasste man aber klar. «Wir sind zufrieden, dass es am Ende noch gut herausgekommen ist», sagt Schlatter. Glücklicherweise gab es auch keine gravierenden Unfälle. «Auf Holz klopfen.»

Investitionen haben sich ausgezahlt

Die Investitionen in die sanitären Anlagen und in die Technik auf diese Saison hin hätten sich ausgezahlt, betont der Präsident. «Die Wasserqualität habe sich deutlich verbessert und die Rückmeldungen der Besucher bezüglich der Hygiene waren gut», ergänzt Bademeister Dominique Assire.

Dass die Besucher mit den Duschen, WCs und Umkleidekabinen teilweise nicht mehr so zufrieden waren, verheimlichen die Badi-Betreiber nicht. «Kritik muss man aushalten und Verbesserungen in Angriff nehmen.» Während der abgelaufenen Saison wurde denn auch eine Kundenzufriedenheits-Umfrage durchgeführt. 500 Fragebögen wurden verteilt, 200 kamen zurück. «Uns ist klar, dass das nicht repräsentativ ist», sagt Schlatter. Dennoch seien die gewonnenen Informationen aufschlussreich.

Schwierige Rekrutierung von Bade-Aufsichten

Die Themen Hygiene, Sicherheit, Personal und Öffnungszeiten haben für die Besucher – in dieser Reihenfolge – am meisten Bedeutung. 60 bis 70 Prozent seien in diesen Kategorien «zufrieden» bis «sehr zufrieden». Verbessern wolle man sich künftig beim Ansprechverhalten des Bademeister-Teams. Ein Kritikpunkt war offenbar, dass über Mittag der Rasen gemäht wurde. Auch die Badeaufsicht wolle man verstärken. Es werde jedoch zunehmend schwieriger, genügend Personal zu finden. Die drei fest angestellten Bademeister werden unterstützt durch die SLRG und andere ausgebildete Rettungsschwimmer. Jürg Schlatter sagt bei beiden Punkten: «Wir wollen und müssen uns verbessern.» Der Präsident verspricht dies für die kommende Saison.