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KREUZLINGEN: Das Ende der blauen Punkte

Sie kommen weg: die rund 750 blauen Punkte im Stadtgebiet. Bis 2025 sollen die offenen Kehrichtsammelpunkte durck Unter- und Überflurcontainer ersetzt werden – ein teures Unterfangen.
Viola Stäheli

«Tiere haben keinen Zugang mehr, die Abfallsäcke können täglich entsorgt werden, und das Stadtbild wird schöner», sagt Stadtrat Ernst Zülle. Bis 2025 sollen in Kreuzlingen alle 750 offenen Kehrichtsammelpunkte mit ober- oder unterirdischen Kehrichtcontainern ersetzt werden. Beratend und finanziell unterstützt wird die Stadt vom Verband KVA Thurgau.

Vor kurzem war es so weit, und der erste von der öffentlichen Hand gebaute Unterflurcontainer konnte an der Rankstrasse in Betrieb genommen werden. Ernst Zülle, Grundeigentümer Walter Bär und der Umweltschutzbeauftragte der Stadt, Stefan Braun, testeten diesen sogleich.

10000 bis 15000 Franken Kosten pro Container

Zwei Meter Tiefe und ein Fassungsvermögen von bis zu 100 Abfallsäcken à 35 Liter – mit dem Umfang ersetzt ein Unterflurcontainer gleich sechs bis sieben herkömmliche. Dafür hat dieser aber auch seinen Preis: Auf 10000 bis 15000 Franken belaufen sich die Kosten. Davon übernimmt die KVA 6000 Franken.

Der Unterflurcontainer an der Rankstrasse ist der erste, den die Stadt selbst gebaut hat. Zuvor unterstützte das Ressort Umwelt und Energie allerdings Bauherren beim Bau von Unterflurcontainern. So entstanden bisher bereits acht solcher unterirdischen Kehrichtsammelstellen – weitere zehn private sind in Planung.

Auch die Stadt hat ehrgeizige Ziele: In den nächsten anderthalb Jahren sollen weitere 20 Container folgen. Im Budget 2018 sind dafür 95000 Franken vorge­sehen. «Wir haben aber keinen Masterplan für die ganze Stadt erstellt», sagt Stefan Braun. Jedes Quartier wird einzeln betrachtet, bis schliesslich das ganze Stadtgebiet erschlossen ist. Der Grund dafür sind die Liegenschaftsverwaltungen und Grundeigentümer, die der Stadt das Baurecht erteilen müssen. Sollte ein solches Baurecht zurückgezogen werden, müsste ein Masterplan gegebenenfalls gleich verworfen werden.

Jeder von der Stadt finan­zierte Unterflurcontainer soll mindestens 50 Haushalte in 100 Meter Bringdistanz umfassen. «Die KVA rechnet mit 400 Meter Bringdistanz, in unseren Augen ist das aber zu weit», erklärt Zülle. Damit sich die Bringdistanz auch in weniger dicht besiedelten Gebieten nicht verlängert, werden an diesen Orten herkömmliche, oberirdische Kehrichtcontainer eingerichtet.

Viola Stäheli

viola.staeheli@thurgauerzeitung.ch

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