KREUZLINGEN: Courts werden zu Mensa, Foyer und Kinderparadies

Damit im Seezelg eine neue Tennishalle realisiert werden kann, muss die alte umgenutzt werden.

Nicole D’orazio
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Blick in die bestehende Tennis­halle. Sie soll umgenutzt werden. (Bild: Reto Martin)

Blick in die bestehende Tennis­halle. Sie soll umgenutzt werden. (Bild: Reto Martin)

Die Tennishalle am See AG möchte im Seezelg, neben der Anlage des TCs Hörnli, eine Tennishalle mit vier Tennis- und zwei Badmintonplätzen bauen (unsere Zeitung berichtete). Der Gemeinderat stimmt am kommenden Donnerstag diesbezüglich über zwei Baurechtsverträge ab: Einen neuen über 30 Jahre für die Halle im Seezelg sowie über eine Nutzungsänderung und Verlängerung bis 2030 für die bestehende Halle. Der Gestaltungsplan Seezelg wird derzeit überarbeitet. Bevor die neue Halle erstellt werden kann, muss dieser rechtskräftig sein, zudem muss eine gültige Baubewilligung vorliegen.

«Da eine gewisse Dringlichkeit besteht und der Investor eine Planungssicherheit benötigt, hat der Stadtrat beschlossen, die Vorlage schon jetzt in den Gemeinderat zu bringen», sagt Vizestadtpräsidentin Dorena Raggenbass vor den Medien. Bei der Überarbeitung des Gestaltungsplans sei man auf gutem Weg, fügt Bau-Stadtrat Ernst Zülle an. Für den kynologischen Verein, der seinen Trainingsplatz heute dort hat, wo die Tennishalle hin soll, sucht die Stadt einen neuen Standort. «Wir verschieben die Hündeler in Richtung Bottighofen», sagt Raggenbass.

Die Bodensee-Arena würde die alte Halle mieten

Die Tennishalle am See AG ihrerseits möchte die bestehende Anlage an die Bodensee-Arena AG vermieten. Der entsprechende Baurechtsvertrag für die Tennishalle läuft bis 2024 und soll bis 2030 verlängert werden, damit sich die anstehenden Investitionen lohnen. Damit eine Umnutzung möglich wird, ist auch eine Zustimmung für eine Nutzungsänderung durch den Gemeinderat nötig. Die Bodensee-Arena AG möchte die drei Tennisplätze künftig multifunktional nutzen. Die Halle soll in vier Bereiche eingeteilt werden. So ist ein Foyer für Grossveranstaltungen und das Schweizer Fernsehen angedacht. Dieser Teil soll täglich auch als Mensa für die Schüler des SBW-Campus dienen. Dafür soll eine Gastroinfrastruktur eingebaut werden. Der Mittelteil soll zur offenen Trainingsfläche werden. Tagsüber würde diese der SBW-Campus nutzen, abends und am Wochenende wird er Kreuzlinger Vereinen offenstehen. Der südliche Teil wird schliesslich zu einem Kinderparadies umfunktioniert.

Nicole D’Orazio

nicole.dorazio@thurgauerzeitung.ch