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KREUZLINGEN: Chaotisch-liebenswerte Truppe

Die Gasse-Schränzer Chrüzlinge gibt es seit 30 Jahren. Getreu ihrer Gründungszeit hat die Guggenmusik an der Jubiläumsparty in engen, neonfarbenen Radlerhosen und pinken Stirnbändern gefeiert.
Desirée Müller
Feiern sich selber: Die Gasse Schränzer aus Kreuzlingen bejubeln ihr 30-Jahr-Jubiläum. (Bild: Reto Martin)

Feiern sich selber: Die Gasse Schränzer aus Kreuzlingen bejubeln ihr 30-Jahr-Jubiläum. (Bild: Reto Martin)

KREUZLINGEN. Ella «Oberhexe» Fuchs steht am Eingang des Narrenkellers des Sallman'sche Hauses und wippt im Takt. Junge Menschen stürzen sich ins Vergnügen. Die Guggenmusik Gottlieber Schnoogge legt gerade ein Trommelsolo hin. Der Lärmpegel ist ohrenbetäubend. Aber Fuchs lächelt. Sie ist mitunter ein Grund dafür, warum die zweite Generation der Gasse Schränzer überhaupt ihr 30-Jahr-Jubiläum feiern kann. «Ich bin ein Gründungsmitglied», ruft sie durch das Dröhnen von Trompeten und Tuben hindurch. Pauke und Schelle habe sie nun endgültig auf Wiedersehen gesagt. Doch einmal Fasnächtlerin – immer Fasnächtlerin: «Während der Fasnacht in Luzern steht immer ein Zimmer für mich bereit. Ich öffne dann das Fenster und höre mir gemütlich die Guggenmusiken vom Bett aus an», sagt sie und schmunzelt.

Stefan Schaible, der Präsident der Gasse-Schränzer, geht mit Schlaghosen und rosa Stirnband an ihr vorbei in den im 80er-Jahre-Stil dekorierten Narrenkeller. Popcorn auf Tabletts liegen auf dem Bartresen. VHS-Kassetten zieren die Stehtische und ausgediente CDs glitzern als Deko im Schein der Discobeleuchtung. An den Wänden hängen die Kostüme der Gasse Schränzer. Vom Piraten- bis zum Schafskostüm. Schaible schaut sich um. «Vor eineinhalb Jahren haben wir ein OK gegründet. Die Guggenmusiken der umliegenden Gemeinden waren schnell für unsere Jubiläumsparty zu begeistern. Das ist einfach so unter Guggen. Man hilft sich gegenseitig.» Rebecca Braun gesellt sich zu ihm. Sie ist Major bei den Gasse-Schränzer und seit 20 Jahren mit an Bord. Ihr Alter verrät, dass sie beim Eintritt in die Gugge noch ein Kind war. «Genau, ich begann bei den Schriber Schränzern. Seither gehöre ich zur Familie, wir haben wirklich einen tollen Zusammenhalt», sagt sie.

Die Tägerwiler Rhytüfeli sind als nächste dran. Joe Ammann macht sich parat für den ersten Auftritt der Saison. Obwohl die Fasnachtszeit noch nicht eingeläutet ist, befindet er sich bereits im Guggenmusikfieber. «Nach der ersten Probe ist die Laune sowieso da», sagt er. Wenn er an die Gasse-Schränzer denke, komme ihm ein Wort in den Sinn: Chaos. «Es ist eine sehr lustige Truppe, bei der trotz grossen Durcheinanders am Schluss doch irgendwie immer alles klappt.»

Die Gasse-Schränzer sind lustige Gestalten

Das gleiche Bild hat Rafi Maurer von den Bottighofer Löli-Tuuter. «Die Gasse-Schränzer sind lustige Gestalten. Einfach eine spezielle Gruppe.» Auch Stefan Müller vom Panik-Orchester Ermatingen ist ein Fan: «Sie sind die Guggenmusik, die auch trotz vollen Terminkalenders kommt, wenn man sie braucht.»

Roman Bollmann gönnt seinen Ohren eine Pause. Er ist einer der wenigen Gäste, die keinen Auftritt an diesem Abend haben. «Ich spiele kein Instrument, aber höre den Guggen sehr gerne zu. So auch heute Abend. Die Party ist toll und die Location im gemütlichen Narrenkeller super», ist er der Meinung. Die Fasnachtszeit könne kommen.

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