KREUZLINGEN: Bunt und lebendig soll es sein

Das Begegnungszentrum «Das Trösch» wird am 1. April eröffnet. Bei den Initianten Monika und Christof Roell sowie der Stadt ist die Freude gross. Für die zu mietenden Räume gibt es viele Interessenten.

Nicole D’orazio
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Treffen im Cafeteria-Bereich des «Trösch»: Sven Frauenfelder, Stadträtin Dorena Raggenbass, Monika Roell, Christof Roell und Christian Brändli. (Bild: Andrea Stalder)

Treffen im Cafeteria-Bereich des «Trösch»: Sven Frauenfelder, Stadträtin Dorena Raggenbass, Monika Roell, Christof Roell und Christian Brändli. (Bild: Andrea Stalder)

Der bunte Parkett in der Cafeteria oder der giftgrüne Boden in der Küche fallen sofort auf. Auch sonst präsentiert sich das «Trösch», das neue Begegnungszentrum am Boulevard, in einem nicht alltäglichen Gewand. Speziell ist der zehn Meter lange Schlitz im Zentrum des Hauses, der für viel Licht sorgt. Höhepunkt ist die grosse Dachterrasse. «Hier kann man über Mittag sein Sandwich essen», sagt Monika Roell, die das «Trösch» zusammen mit ihrem Bruder Christof geplant und gebaut hat. Auch sonst steht das Gebäude der Bevölkerung offen. «In der Cafeteria kann man es sich ebenfalls gemütlich machen und Kaffee trinken. Was es aber sicher nicht gibt, ist eine Bewirtung.» Im «Trösch» gibt es viele Räume in verschiedenen Grössen. «Diese können von Privatpersonen, Vereinen oder auch Firmen für ihre Anlässe gemietet werden», beschreibt Christof Roell. Einige Räume sind fix vermietet, zum Beispiel ans evangelische Hilfswerk Heks. «Es gibt auch zwei Wohnungen, eine mit zweieinhalb Zimmern und ein Ein-Zimmer-Studio. Das war Vorschrift wegen der Zone, in der das Haus steht.»

Die letzten Arbeiten sind noch im Gange, am 1. April wird das Haus offiziell eröffnet. «Wir hoffen sehr, dass es hier sehr lebendig zu- und hergehen wird», sagt Christof Roell. Es sei ihnen ein Anliegen, das Haus der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. «Wir haben keine Rendite.» Die Geschwister sind begeistert, dass alles so geworden ist wie geplant. «Als ich die Pläne sah, dachte ich, dass das nicht geht», sagt Monika Roell. Sie sei von der Architektur beeindruckt.

Stadt führt das Zentrum und bezahlt den Unterhalt
Gemanagt wird die Vermietung von der Stadt Kreuzlingen, welcher Roells das Haus mietfrei zur Verfügung stellen – vorerst für fünf Jahre. Die Einnahmen gehen alle an die Stadt. Diese zahlt für den Betrieb jährlich 90'000 Franken. «Da die Räume günstig vermietet werden, resultiert ein Defizit bei den Unterhaltskosten», erklärt Dorena Raggenbass, Stadträtin Departement Gesellschaft. «Das Haus wird professionell geführt.» Ein Mitarbeiter werde zum Beispiel am Desk Besucher in Empfang nehmen und für Ordnung sorgen. «Das Projekt ist im Kanton sicher einmalig und wir hoffen, dass das Angebot ankommt.» Es seien schon viele Anfragen reingekommen, sagt Christof Roell. Teils musste man Leute enttäuschen, weil der gewünschte Raum besetzt ist. Demnächst werde auf der Webseite ein einfaches Reservationssystem aufgeschaltet, wo man sehe, welcher Raum frei und wie teuer ist, ergänzt Raggenbass.

Auch Christian Brändli, Mitglied der Betriebskommission, freut sich auf die Eröffnung. «Über die Preise haben wir lange diskutiert und haben eine gute Lösung gefunden», meint er. Die IG Das Trösch will das Angebot in der Bevölkerung bekannter machen, sagt Sven Frauenfelder. «Am Samstagmorgen wird jeweils jemand von uns hier sein, damit es auch dann offen ist.»

Weitere Infos unter:
www.dastroesch.ch