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KREUZLINGEN: Broadway trifft auf Bauerndorf

Das Symphonische Blasorchester führt im Dezember zusammen mit dem Amazonas Chor und 15 Solisten «Gotthelf – das Musical» auf. Regie führt Florian Rexer.
Nicole D’orazio
Christian Schärer, Vizepräsident des organisierenden Vereins Symphonische Kulturevents, Präsidentin Michèle Bongetta und Regisseur Florian Rexer – mit Söhnchen Oscar – lachen mit den Darstellern, Sängern und Musikern des Gotthelf-Musicals um die Wette. (Bild: Donato Caspari)

Christian Schärer, Vizepräsident des organisierenden Vereins Symphonische Kulturevents, Präsidentin Michèle Bongetta und Regisseur Florian Rexer – mit Söhnchen Oscar – lachen mit den Darstellern, Sängern und Musikern des Gotthelf-Musicals um die Wette. (Bild: Donato Caspari)

Nicole D’Orazio

nicole.dorazio

@thurgauerzeitung.ch

Es wird viel gelacht, wenn sich Stefan Roth, Florian Rexer und Christian Schärer treffen. Derzeit stecken sie in den Vorbereitungen für ihr gemeinsames Projekt: «Gotthelf – das Musical». Im Dezember wird dieses siebenmal im Dreispitz in Kreuzlingen aufgeführt. Es spielt das Symphonische Blasorchester (SBO), der Amazonas Chor und 15 Solisten singen. Roth hat die musikalische Leitung und Rexer führt Regie. Die Organisation liegt beim Verein Symphonische Kulturevents. 2013 hat das SBO mit «Saga Tenebra» schon einmal ein Musical auf­geführt. «Das war ein grosser ­Erfolg», sagt Schärer, Vizepräsident des OK. «Wir vom SBO haben uns Gedanken gemacht, ob wir etwas Neues in Angriff nehmen wollen.» Geträumt habe man von einem berühmten Stück wie Les Misérables oder Cats. Doch es sei sehr schwierig, die nötigen ­Lizenzen zu erhalten. «Irgendwann wurden wir auf ‹Gotthelf› aufmerksam. Es wurde 2011 an den Thuner Festspielen aufgeführt.»

Die Verhandlungen waren erfolgreich und die Organisatoren sind seit zwei Jahren an der Arbeit. Mit dem Amazonas Chor hat man schon bei «Saga Tenebra» zusammengearbeitet. «Und die Idee, Florian Rexer anzufragen, kam von unserer Präsidentin ­Michèle Bongetta.»

Laien und Profis stehen auf der Bühne

Er habe nicht lange überlegen müssen und zugesagt, sagt Rexer. «Das OK ist super. Und es herrscht eine so unglaubliche Energie. Alle sind hoch motiviert.» Das Stück findet er interessant. «Die Musik ist dominant, sie unterstützt die Stimmung. Es gibt nur wenige Stellen ohne. Das Ganze erinnert mich an ‹Jesus Christ Superstar› von Andrew Lloyd Webber.» Seit ein paar Wochen ist er mit den Darstellern am Proben. Man habe sowohl Profis wie auch Laien engagiert. «Sie müssen bei uns viel mitmachen. Da muss die Chemie stimmen.» Roth hat schon rund 200 Stunden in die Instrumentation investiert. Das Stück ist für 18 bis 20 Musiker kom­poniert. Das SBO hat aber 65. Er muss also Noten für alle schreiben. «Wir proben einmal wöchentlich und haben erste ­Stücke schon angespielt.» Die Stimmung im Orchester sei sehr gut. Alle freuen sich, dass es losgeht. «Mitte September kommt der Chor hinzu, später dann die Solisten.» Auch der musikalische Leiter schwärmt von der Musik: Es sei viel Broadway-Sound dabei. Aber auch der Herzschmerz fehle bei einem Stück von Gotthelf natürlich nicht. «Es ist sehr abwechslungsreich und weist nicht nur den typischen Musicalstil auf.»

Das Musical ist ein grosser Lupf. «Wir haben ein Budget von 300 000 Franken», sagt Schärer. «Alles, was mit der Musik zu tun hat, kostet uns 170 000 Franken.» Das sei ein grosser Batzen für einen Verein. 150 000 Franken müsse man selber aufbringen und habe zum Glück grosszügige Sponsoren gefunden.

Ticketeinnahmen machen die Hälfte des Budgets aus

«Die andere Hälfte müssen wir durch Ticketeinnahmen finanzieren», sagt Schärer. Man sei somit auf viel Publikum angewiesen. «Wir konnten Pepe Lienhard, ­Jakob Stark und Christian Neuweiler für das Patronat gewinnen. Das freut uns sehr.» Das sei insofern wichtig, dass das Publikum Vertrauen in die Produktion gewinne, meint Rexer. Die drei freuen sich auf die Proben, auch wenn sie anstrengend werden. «Am 31. Dezember endet alles in einer grossen Silvesterparty.»

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