KREUZLINGEN: Betrieb läuft trotz Baustelle weiter

Im Alterszentrum hat mit einem Jahr Verspätung der Umbau des Altbaus begonnen. Bewohner und Mitarbeiter müssen sich auf Lärm sowie einige Umstellungen einstellen.

Nicole D'orazio
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Der Wintergarten des Alterszentrums wird deutlich vergrössert. Die Bauarbeiten haben begonnen. (Bild: Donato Caspari)

Der Wintergarten des Alterszentrums wird deutlich vergrössert. Die Bauarbeiten haben begonnen. (Bild: Donato Caspari)

Nicole D’Orazio

nicole.dorazio

@thurgauerzeitung.ch

Die Zimmer sind schon über ein Jahr geräumt. Der Haupteingang befindet sich an einem neuen Ort. Am Montag war im Alterszentrum Kreuzlingen (AZK) endlich Baustart für die zweite Etappe, die Sanierung und den Umbau des Altbaus, dem Haus A West. «Das ist ein Highlight in der Geschichte des AZK», sagt Genossenschaftspräsident Carl Ruch vor den Medien. «Jedoch ist es auch ein Eingriff in den Betrieb, der weiterläuft.» Letzten Oktober hatten die Genossenschafter dem neuen Baukredit von 20,5 Millionen Franken zugestimmt – 4,5 Millionen mehr als ursprünglich geplant. Dieser wurde nötig, weil ein neues Projekt ausgearbeitet werden musste. Die kantonale Denkmalpflege hatte sich 2015 gegen den Abbruch der markanten Treppe im Altbau ausgesprochen (unsere Zeitung berichtete).

Zum Umbau gehören neben der Sanierung und Vergrösserung der Zimmer auch die Erweiterung des Saals sowie der Cafe­teria. Zudem wird die Küche modernisiert. «Die Standorte des Saals und der Cafeteria werden sozusagen miteinander getauscht», sagt Anna Jäger, die Geschäftsleiterin. Der alte Saal sei einfach zu klein gewesen. «Neu werden wir über einen grossen Saal mit 200 Plätzen verfügen.» Diesen werde man unterteilen und auch vermieten können.

Hörschutz für Mitarbeiter und Bewohner

Für die Bewohner und die Mitarbeiter wird der Umbau kein Zuckerschlecken. Ende 2018 soll alles fertig sein. «Wir haben die Angestellten immer gut informiert. Ihre Wege ändern sich wegen der Provisorien und Bauphasen ständig, zudem wird der Lärm eine Belastung sein», sagt Jäger. Doch alle seien dem Ganzen gegenüber positiv eingestellt und unterstützten das Projekt. «Wir haben allen, Mitarbeitern wie Bewohnern, Gehörschütze verteilt. Und wenns wärmer wird, werden viele Senioren oft im Freien sein. Wir werden schauen, was wir machen können.» Jäger hofft, dass es während des Baus nicht zu bösen Überraschungen, zum Beispiel bei der Bausubstanz, kommt. «Man kann bei so einem Umbau immer nur 80 Prozent planen. Diese müssen aber genau sein.»

Die neuen Zimmer mit rund 60 Pflegeplätzen werden dringend benötigt. «Die Bewohner mussten in den teureren Neubau zügeln. Wir hoffen, dass einige zurückkehren können.» Das AZK sei auf ergänzungsleistungsfähige Zimmer angewiesen. Gerechnet wird derzeit mit einem Preis von 115 bis 120 Franken pro Tag.