KREUZLINGEN: Begehrtes Mandat

Für den freiwerdenden Sitz in der Primarschulbehörde gibt es mit Séverine Schindler und Cvjetko Miljic zwei Bewerber. Die SVP würde gerne einen Sitz zurückerobern.

Martina Eggenberger Lenz
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Bei den Wahlen am 12. Februar entscheidet sich, ob der junge Lehrmeister oder die engagierte Familienfrau den Sprung in die Behörde schafft – oder vielleicht sogar beide auf Kosten eines Bisherigen. Frei wird der Sitz von Michael Stahl, FDP. Die Freisinnigen sind, wie Moderator Urs Brüschweiler an einer Podiumsveranstaltung am Donnerstag feststellte, in der Schule mit vier von neun Sitzen bislang gut vertreten. Die SVP hat im Moment keinen Sitz, würde das aber gerne ändern. Deshalb schickt sie Séverine Schindler ins Rennen. FDP-Kandidat Cvjetko Miljic betont, für ihn stehe die Parteipolitik nicht im Vordergrund. Er wolle sich als Einzelperson einbringen, so der 27-Jährige. Der Elektroinstallateur hat noch keine eigenen Kinder. Durch seine Lehrtätigkeit liege ihm eine gute Grundbildung aber am Herzen. Seine Konkurrentin ist Mutter und Hausfrau. «Ich würde mich über eine neue Herausforderung freuen», sagt Séverine Schindler, ehemalige Betriebsassistentin bei der Post. In der Diskussion zeigte sich, dass die Kandidaten in vielem gleich ticken. Beide halten den Ausbau des «Egelsee» für notwendig und finden, dass muslimische Kinder zwingend den Schwimmunterricht besuchen müssen. Cvjetko Miljic ist es ein Anliegen, die Infrastruktur auf einem guten Stand zu halten. Séverine Schindler findet es gut, dass Tagesstrukturen angeboten werden. Sie ist aber auch der Meinung, dass Eltern ihre Kinder möglichst selbst erziehen sollten. Beim Lehrplan 21 begrüsst der FDP-Mann die Kompetenzorientierung, während die SVP-Frau es gut findet, dass in Zukunft mehr Informatik unterrichtet wird.

Martina Eggenberger Lenz

martina.eggenberger

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thurgauerzeitung.ch