KREUZLINGEN: Begegnung braucht Geduld

In Anwesenheit von 300 Gästen haben die Stadt und die Geschwister Roell das «Trösch» feierlich eröffnet. Viele Kreuzlinger und soziale Vereine interessieren sich für die Mietpreise einzelner Räume.

Manuela Olgiati
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Der beliebteste Platz während des Eröffnungstages im «Trösch»: die Dachterrasse.

Der beliebteste Platz während des Eröffnungstages im «Trösch»: die Dachterrasse.

Manuela Olgiati

redaktion@thurgauerzeitung.ch

Heute sei ganz Kreuzlingen im «Trösch», stellt jemand im Treppenhaus fest. Stimmt: Zeitweise ist es hier besonders eng. Denn schon am frühen Samstagnachmittag, kaum war die Tür geöffnet, kamen Besucher, um das grosse Haus zu besichtigen. Die Initianten des «Trösch», Monika und Christof Roell, die das Haus erstellen liessen und es nun der Öffentlichkeit als Begegnungszentrum zur Verfügung stellen, freuten sich sichtlich über den Start ihres Projekts.

Der beliebteste Treffpunkt des Hauses für Begegnungen war am Eröffnungstag die offene Dach­terrasse. Mit Blick über die Dächer von Kreuzlingen hielten die Besucher entweder einen Schwatz oder diskutierten über die Bauweise des St. Galler Architekten Beat Consoni. Der bunte Parkett und das lichtdurchflutete Gebäude erfreuen rundum. Nicht alle finden aber alles schön; manche meinen indes, dieser archtektonische Wurf sei genial. Besucher Fritz Senn zeigt sich vom ­gesamten Konzept angetan. Unter den Gästen ist auch Polier Salvatore Barbarotto, der an der Feier für seine ausgezeichnete Arbeit gewürdigt wurde. Ebenso Ruedi Wohlfender, Leiter Gesellschaft und Liegenschaften. Zeljka Blank, die Leiterin der Fachstelle Integration, die das Haus führt, wurde mit einem grossen Besen und Glückwünschen beschenkt.

Die Schlüsselübergabe an die Stadt Kreuzlingen fand musikalisch umrahmt mit dem Sekundarschulchor im Saal des Begegnungszentrums des Hauses Trösch statt. Freude zeigten die Initianten Monika und Christof Roell. Das Projekt sei im Thurgau einmalig. Im Dialog sprachen die Geschwister von der Planung des Baus und der gelungenen Zusammenarbeit. Christof Roell rief dazu auf, dass viele Menschen das ganze Haus mit Leben füllen sollen. Monika Roells Konzept heisst Ordnung. Auf dem Dach des Hauses dürfen Sandwiches gegessen werden, den Abfall jedoch müsse jeder selbst entsorgen. Monika Roell sprach auch von der Cafeteria ohne Bewirtung, in der jeder selber seine Tasse in den Geschirrspüler räumen sollte.

Stadträtin Dorena Raggenbass sprach von einem Geschenk für die Stadt und dass dieses Projekt Geduld brauche, damit das Konzept greifen könne. Es gelte, all diesem sehr Sorge zu tragen.

Geführt wird die Vermietung von der Stadt Kreuzlingen. Roells stellen das Haus der Stadt mietfrei zur Verfügung – vorerst für fünf Jahre. Mitarbeiter Marc Möhwald wird am Desk Besucher in Empfang nehmen. Demnächst wird auf der Webseite ein einfaches Reservationssystem aufgeschaltet. Die Räume können von Privatpersonen, Vereinen oder Firmen gemietet werden.

Mehr Informationen:

www.dastroesch.ch.

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