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KREUZLINGEN: Backhendl als Gottesbeweis

Der österreichische Pater Karl Wallner war im Ulrichshaus Kreuzlingen zu Gast. Er sprach im Rahmen der Vortragsreihe Ring 2000 vor 160 Zuhörern über Glaubensaufbrüche.
Pater Karl Wallner. (Bild: mao)

Pater Karl Wallner. (Bild: mao)

Gross ist der Applaus nach dem Vortrag. «Wer Gott sucht, der wird ihn finden.» Volksnah und empathisch erzählt Pater Karl Wallner aus dem Wienerwald vor über 160 Besuchern am Samstagabend im Ulrichshaus von seiner Freude am Leben mit Gott. Zu diesem spannenden Abend eingeladen hatte der Ring 2000, das Erwachsenenbildungsprojekt der Pfarreien St. Ulrich und St. Stefan Kreuzlingen. Er baute auf Fragen um den letzten Grund des Seins und der Existenz Gottes auf.

Es gibt viel zu lachen. Pater Karl Wallner spricht von der Freude am Essen, von den «Backhendln», der Hühner-Spezialität aus Österreich. Sie seien eine Art Gottesbeweis. Wer wissen will, wie das schmeckt, muss selber kosten. Wenn es schmeckt, will man mehr davon haben. Es sei wie mit dem Beten. Natürlich gibt es viele Religionen und Lösungen dazu, sagt der Pater, der nach der Matura mit 18 Jahren in den Klosterorden eintrat. Für seine Promotion bekam er die höchste verliehene Auszeichnung. Für «die aktuelle Situation, in der das Christentum in Europa so geschwächt ist», gebe es nur einen Auftrag: Priester aus der ganzen Welt für die Zukunft auszubilden. Im Kloster Heiligenkreuz studieren derzeit 92 Mönche, so viele wie nie zuvor. Als ein Geschenk Gottes betrachtet Pater Wallner diese Entwicklung, und er erzählt von der Führung des Stiftes. Dazu brauche es eine Kirche, die gelebte Glaubensintensität ausstrahle.

Dialoge mit Gott

Jemand aus dem Publikum erzählt von der Beichte. Pater Karl Wallner sagt, dass ein Priester im Beichtstuhl das Gegenüber zwar einschätzen könne. Die Inhalte der Beichte kenne Gott bereits. Gott sei die Transzendenz, die alle Grenzen übersteige. Der Mensch aber sei transzendental, dies bedeute hingeordnet zu sein zur Transzendenz – ein Suchender zu sein. Wonach sucht denn der Mensch ein Leben lang? «Nach der Sehnsucht», lautet Wallners Antwort. Das Beten sei das Üben darauf, Wunder der Begegnung und Heilung zu erleben. Auf sein Honorar hatte Pater Wallner verzichtet, die Kollekte soll den Studenten der Hochschule Heiligenkreuz zugutekommen.

Manuela Olgiati

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

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