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KREUZLINGEN: Am Geburtstag einen Sonnenstich eingefangen

Stefan Tschumi und Stephanie Bernhard tingeln seit September um die Welt. Ihre Kameras haben sie immer mit dabei und möchten das perfekte Foto schiessen. Besonders begeistert sind sie von Myanmar.
Nicole D’orazio
Stefan Tschumi geniesst in der Region Bagan (Myanmar) die Aussicht. (Bild: PD)

Stefan Tschumi geniesst in der Region Bagan (Myanmar) die Aussicht. (Bild: PD)

Stefan Tschumi und Stephanie Bernhard sind noch bis im kommenden Februar auf Weltreise. Die beiden Kreuzlinger berichten, wie es ihnen geht.

Stefan Tschumi, Sie wollten ihren Geburtstag auf dem Machu Picchu feiern. Hat das geklappt?

Tschumi: Ja. Nicht ganz wie geplant, aber wir waren oben. Eigentlich wollten wir mit dem Bus hoch. Auf Grund des riesigen Andrangs morgens um 4.30 Uhr sind wir dann von Aguas Calientes aus hochgelaufen. Ein schönes Erlebnis. Die Tickets für den Zug sowie für den Machu Picchu sind zwei der wenigen Dinge, die wir im Voraus gebucht hatten. Auf dem Machu Picchu habe ich mir aber einen starken Sonnenbrand sowie Sonnenstich eingefangen und lag am Abend zitternd im Bett.

Sie sind Anfang September in Richtung Peru losgeflogen und reisen bis zum 16. Februar 2018 um die Welt. Wo befinden Sie sich gerade?

Bernhard: Wir haben seit dem 30. November Myanmar erkundet. Es ist ein traumhaft schönes Reiseland. Wir haben unglaublich viele Herzensmomente erlebt. Insbesondere in den ländlichen Gegenden begegnen die Einheimischen den Touristen mit einer Herzlichkeit, die ich so noch nicht erlebt habe. Gestern sind wir nach Nepal geflogen.

Ist bis jetzt alles nach Plan gelaufen oder sind Sie auf Probleme gestossen?

Bernhard: Wo wäre die Herausforderung, wenn alles nach Plan laufen würde? Natürlich lief öfter mal was schief. Wir sind beispielsweise in Chile für zwei Tage in einem Bergdorf im Norden gestrandet. Es gibt nur einen Bus pro Tag und wir mussten vier Tage warten. Wir wussten nicht, dass man in Putre absolut nichts unternehmen kann ohne Auto. Ein anderes Beispiel ist unser Camper, der bereits nach der ersten Fahrt nicht mehr anspringen wollte. Oder ein Trecking-Ausflug bei dem wir plötzlich im Schnee landeten.

Was hat Ihnen bisher am besten gefallen?

Bernhard: Das ist schwierig. Jedes Land hatte seine Highlights. Wenn ich an die Begegnungen denke, dann auf jeden Fall Myanmar. Landschaftlich gesehen hatte jedes Land schöne Seiten. Tschumi: Myanmar hat mich zutiefst berührt. Die Begegnungen mit den Menschen dort sind fantastisch. Auch ist Myanmar das Land, welches bis dato die eindrücklichste Reiseerfahrung war. Von der Landschaft und der Tierwelt her war es Australien.

Wo haben Sie Weihnachten verbracht? War es komisch, so weit weg von den Liebsten zu sein?

Tschumi: Teils auf der Strasse beim Rückweg in die Hauptstadt Yangon in Myanmar und in der Stadt selber. Komisch war es nicht, da im buddhistischen Myanmar Weihnachten kaum stattfindet. Die ganze Vorweihnachtszeit mit dem bei uns allgegenwärtigen Stress war auch inexistent. Daher kamen auch nie gross Gedanken rund um das Fest des Konsums auf.

Sie sind auf der Jagd nach dem besten Bild und berichten von unterwegs in einem Blog und stellen auch Videos online. Ist das nicht sehr stressig?

Tschumi: Stress ist ein so negativ konnotiertes Wort. Wir erleben eine grossartige Zeit und können das tun, was wir lieben. Wir machen es ja für uns und schaffen eine wunderbare Erinnerung. Das macht riesigen Spass. Da wir nicht für irgendjemanden auf einen gewissen Zeitpunkt hin produzieren müssen, ist das kein Stress, sondern ein Privileg.

Haben Sie schon viele Kandidaten für das beste Foto?

Bernhard: Es gibt bereits unzählige. Die Entscheidung wird auf jeden Fall eine Herausforderung. Allenfalls benötigen wir dabei Unterstützung.

Gehen Sie sich auch einmal auf die Nerven?

Bernhard: Wir haben uns ab und an in die Haare gekriegt. Das ist meines Erachtens aber ganz normal. Auf einer solchen Reise verbringt man viel Zeit gemeinsam. Die Vorstellungen sind jedoch nicht immer gleich. Gewisse Situationen können zu Diskussionen führen, die dann vielleicht etwas nervig sind.

Was folgt als nächstes?

Tschumi: Kalte Temperaturen, Schnee und eine spannende Kultur in Nepal. Was wir genau machen, wird sich nach unserer Ankunft zeigen. Es gibt aber schon Ideen mit lokalen Fotografen.

Wann landen Sie in Zürich? Freuen Sie sich überhaupt auf die Heimkehr?

Bernhard: Wir landen am 16. Februar in Zürich. Es sind gemischte Gefühle. Einerseits freue ich mich sehr auf Familie und Freunde, andererseits geht damit auch ein Abenteuer zu Ende. Wir hoffen jedoch, dass noch viele weitere folgen werden.

Nicole D’Orazio

nicole.dorazio

@thurgauerzeitung.ch

www.journeyglimpse.com

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