KREUZLINGEN: Alle schwärmen für die Eiche

Die Eichenförderung hat sich für die Bürgergemeinde bezahlt gemacht: Am Samstag erhielt sie den mit 30000 Franken dotierten Eichenpreis 2200.

Kurt Peter
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Jasmin Audemars von der Fondation Audemars Piguet überreicht Bürgerpräsident Urs Neuweiler die Auszeichnung. (Bild: Reto Martin)

Jasmin Audemars von der Fondation Audemars Piguet überreicht Bürgerpräsident Urs Neuweiler die Auszeichnung. (Bild: Reto Martin)

«Dass unser Eichenprojekt über die Kantonsgrenzen hinaus Anerkennung findet, freut uns», sagte Bürgerpräsident Urs Neuweiler in seiner Begrüssung bei der Wildsauenhütte. Pascal Juno vom Verein proQuercus bezeichnete die Eiche als Baum, der wertvolles Holz erzeuge und eine grosse Biodiversität beherberge. 2200 bezeichne den Zeitpunkt, an dem heute gepflanzte Eichen ihren vollen Wert erreichen. Die Jury habe die Bürgergemeinde als Gewinnerin bestimmt, weil deren Anstrengung zur Eichenförderung überzeuge, und weil das neue Projekt «Eichen für unsere Zukunft» den Willen aufzeige, langfristig diese Bewirtschaftung auszuüben, erklärte Stefan Studhalter, Präsident von proQuercus.

Carmen Haag kennt die Hintergründe

«Der Preis belohnt die Pflege der Wälder», sagte Jasmin Audemars, Präsidentin des Stiftungsrates der Fondation Audemars Piguet, und überreichte den Preis an Urs Neuweiler. Die Grussworte des Kantons überbrachte Regierungsrätin Carmen Haag. Es freue sie, dass mit der Preisverleihung ein besonderer Waldtyp Aufmerksamkeit und Anerkennung erhalte. Entlang des Bodensees komme dieser noch häufig vor, in der übrigen Schweiz aber seltener. Der heutige Eichenbestand gehe auf den Mittelwaldbetrieb zurück, der Mitte der 1930er-Jahre eingestellt worden sei. Es sei dem 2014 verstorbenen Revierförster Daniel Geiger zu verdanken, dass die Eiche in den Wäldern wieder Beachtung finde. «Er vermochte die Bürgergemeinde vom Ziel zu überzeugen, den Eichenanteil von 20 Prozent langfristig mindestens zu halten.»

Bürgergemeinde kann Durststrecke überwinden

Das Preisgeld in der Höhe von 30000 Franken ermöglicht der Bürgergemeinde laut Kreisforstingenieur Erich Tiefenbacher, neue Eichenflächen zu schaffen und eine Durststrecke zu überbrücken, bis die ersten der vor 20 Jahren gepflanzten Jungeichenbestände in verwertbare Dimensionen einwüchsen. Dank dem Preis seien Investitionen und Pflege für die nächsten fünf Jahre gesichert. Mit der Preisverleihung fand auch der Tag des Waldes statt. Neben dem Forstamt boten unter anderem die Jäger, der Verein Festungsgürtel, Pro Forst, der Vogelschutzverein und das Kreisforstamt Einblicke in ihre Tätigkeiten.

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