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KREUZLINGEN: Alle fanen für Grün-Weiss

Hafenfeld statt Stadion: Am Samstag war der FC St. Gallen für ein Freundschaftsspiel zu Gast bei den Kreuzlingern. Fans aus dem ganzen Thurgau verfolgten die Begegnung zwischen den ungleichen Gegnern. Das Spiel war mehr gesellschaftlich als sportlich von Bedeutung.
Martina Eggenberger Lenz
Auf der voll besetzten Tribüne verfolgen die Zuschauer die Partie der Clubs aus Kreuzlingen und St. Gallen. (Bild: Andrea Stalder)

Auf der voll besetzten Tribüne verfolgen die Zuschauer die Partie der Clubs aus Kreuzlingen und St. Gallen. (Bild: Andrea Stalder)

KREUZLINGEN. Sie tragen die gleichen Farben, sind fast gleich alt und kämpfen auf dem Platz leidenschaftlich um Punkte – der FC Kreuzlingen wie der FC St. Gallen. Vor einem Jahr wurde dem 2.-Ligisten der Match gegen den Super-League-Club versprochen. Im Rahmen seines 111-Jahr-Jubiläums wurde dem FCK vorgestern der Wunsch erfüllt. Die vielen einheimischen Kreuzlingen-Fans wie auch die aus dem ganzen Thurgau angereisten St. Gallen-Fans warteten gespannt auf den Match. Die Reihen waren voll grün-weisser Shirts. Man musste genau hinschauen, um zu erkennen, für welche Seite die Herzen des Publikums schlugen.

Ihre Treue gilt nur einem Club

Dass die Lokalmatadoren keine Chance haben, war allen bewusst. «Dass sich St. Gallen die Zeit nimmt, hier zu sein, ist bereits eine Ehre», sagt zum Beispiel Osman Dogru, Kreuzlinger Gemeinderat. Das Resultat habe keine Priorität, es gehe darum, ein schönes Spiel zu sehen, erklärt Hermann Giger. Er ist Ehrenmitglied des FCK und lässt keinen Match aus. Neben ihm sitzt Gust Klotz, ebenfalls langjähriges Vorstandsmitglied. Die Super League interessiert die beiden nicht besonders. «Wir haben nicht die Zeit, auch noch auswärts Spiele zu schauen.»

Die neuen Spieler im Visier

Da ticken Marcel und Christof Egger aus Weinfelden ganz anders. Die zwei Brüder pilgern regelmässig in die Arena nach Winkeln. Sie freuen sich, ihr Team einmal im Thurgau zu sehen. «Wir sind vor allem gespannt, wie sich die neuen Spieler präsentieren und wie krass die technischen Unterschiede sind.» «Was, isch scho füüf null?», fragt eines der Einlauf-Kids irgendwann nach der Pause entsetzt und auch bei den kleinen Fans hinter dem Tor der Heim-Mannschaft macht sich Konsternation breit. Dafür läuft es am Grill bei Peter Hauser wie geschmiert. Er kehrt Bratwurst um Bratwurst und freut sich, dass so viele gekommen sind.

Und schon sind sie wieder weg

Apropos Wurst: auch Klemenz Somm, der GLP-Kantonsrat vom Schrofen, ist gekommen, um guten Sport zu sehen. Er unterstützt den FCK, in dessen Juniorenabteilung sein Sohn kickt, mag als Ostschweizer aber auch St. Gallen. «Schliesslich habe ich dort einst meine Metzgerlehre gemacht.»

Abpfiff, der Gast verlässt rasch den Platz. Nur Roy Gelmi kann bei den Kreuzlingern zusätzliche Sympathiepunkte verbuchen, indem er ein paar Kindern ein Autogramm gibt. Dafür gibt es Applaus für die einheimischen Spieler. Sie haben sich trotz allem tapfer geschlagen.

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