Kreatives aus Thurgauer Stuben

AMRISWIL. Kunst und Genuss – der Kunsthandwerkermarkt in Amriswil am Wochenende hat sein Versprechen mehr als eingehalten. Mit 23 Ausstellern ist er inzwischen doppelt so gross wie bei der Premiere.

Barbara Hettich
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Drei Kunsthandwerkerinnen organisieren auf privater Basis den Kunsthandwerkermarkt: Sigi Hutter, Silvia Brändle-Ehrbar und Eveline Rodriguez. (Bild: Barbara Hettich)

Drei Kunsthandwerkerinnen organisieren auf privater Basis den Kunsthandwerkermarkt: Sigi Hutter, Silvia Brändle-Ehrbar und Eveline Rodriguez. (Bild: Barbara Hettich)

Ein Weihnachtsbaum mit wunderschön gebastelten Papiersternen stimmte bereits am Eingang des Kulturforums Amriswil auf den diesjährigen Kunsthandwerkermarkt ein. Was die Aussteller dann im Saal und an ihren Ständen präsentierten, dürfte die Erwartungen so mancher Besucher weit übertroffen haben. Sie waren beeindruckt vom Gebotenen. Was den Kunsthandwerkermarkt in Amriswil ausmacht: Es sind alles Hobbykünstler, die an diesem Markt mitmachen. Und zu kaufen gibt es fast ausschliesslich Unikate zu erschwinglichen Preisen.

Von der Seife bis zur Jacke

Claudia Nagel aus Hugelshofen beispielsweise tobt sich in ihrer Freizeit kreativ mit hellem Ton aus und präsentierte ihre ungewöhnlichen Arbeiten. Sandra Kehl aus Arbon stellt Naturkosmetik her und ihr Seifenstand glich dem eines Zuckerbäckers. Die bunten Einzelstücke von Karin Bauer aus Kreuzlingen hatten es wahrlich in sich: Badekappen mit Reissverschluss versehen können auch als Tasche genutzt werden. BastelMiri alias Miriam Arpasi-Sauter, ebenfalls aus Kreuzlingen, präsentierte Mode vom Schmuck bis zur selbstgenähten Jacke.

Nudeln von Theo Grob

Nebst der Kunst kam aber auch der Genuss nicht zu kurz. Brigitta und Theo Grob präsentierten ihre selbst hergestellten Nudeln. «Wir bewegen uns im Gourmetbereich», sagt Theo Grob, einst Druckereiinhaber, nicht ohne Selbstbewusstsein. Als Pensionierter ist er auf die Nudel gekommen und vertreibt mittlerweile über zweieinhalb Tonnen Nudeln pro Jahr.

Um Nachwuchs müssen die Organisatoren nicht bangen. Vier Klassen der Sekundarschule Grenzstrasse haben sich für den Kunsthandwerkermarkt ebenfalls kreativ betätigt: Vom Hundeguezlibeutel bis zum Notfallset, alles selbst genäht.

Am Kunsthandwerkermarkt herrscht ein stetes Kommen und Gehen. «Wir sind mit dem Besucheraufmarsch sehr zufrieden», sagt Silvia Brändle-Ehrbar. Gemeinsam mit Sigi Hutter und Eveline Rodriguez hat sie den Kunsthandwerkermarkt organisiert, der mittlerweile schon zum dritten Mal stattfand.

Doppelt so gross

Begonnen haben sie einst mit elf Ausstellern, mittlerweile sind es 23. «Grösser wollen wir nicht werden, die Qualität und die Durchmischung sollen stimmen. Wer mitmachen will, muss sich bei uns bewerben», sagen die Organisatorinnen des Amriswiler Kunsthandwerkermarktes.

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