Kreative Frauen zügeln in grössere Werkstatt

ARBON. Mehr Platz und mehr Tageslicht – das erhalten die Kunstschaffenden der Frauenwerkstatt in ihrem neuen Raum an der Brühlstrasse 10.

Andrea Kern
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Ort des kreativen Austauschs: Der Eingangsbereich der neuen Frauenwerkstatt. (Bilder: Andrea Kern)

Ort des kreativen Austauschs: Der Eingangsbereich der neuen Frauenwerkstatt. (Bilder: Andrea Kern)

Wände malen, Boden schleifen, Boden wischen, Boden ölen, Gestelle auf- und eine Küche einbauen: Handwerklich tätig sein, um danach Werke zu erschaffen, heisst es zurzeit bei den Kunstschaffenden der Frauenwerkstatt Arbon. Denn ihren vorherigen Raum im Zik haben sie zugunsten einer neuen Werkstatt an der Brühlstrasse 10 aufgegeben.

Rund 303 Mitglieder

«Mit dem Zuwachs an Mitgliedern ist es eng geworden im Zik», sagt Marlene Nägele. Die Präsidentin hat den Verein Frauenwerkstatt vor fünf Jahren gegründet, damals mit 13 Frauen.

Mittlerweile sei die Zahl auf rund 30 angestiegen. «Zudem hatten wir das Bedürfnis nach mehr Tageslicht», ergänzt sie. Denn es mache schliesslich mehr Freude, in einem hellen Raum zu arbeiten.

Kreativität fördern

Das Hauptziel der Frauenwerkstatt ist laut Marlene Nägele der kreative Austausch. Dafür treffen sich die Frauen einmal pro Woche.

Sie arbeiten selbständig an bereits begonnenen Werken weiter, diskutieren miteinander oder erarbeiten auch mal zusammen ein Projekt.

«Frauen sollen in ihrem kreativen Schaffen gefördert werden», erklärt Marlene Nägele. «Und sie sollen auch keine Hemmungen haben, einmal eine Bohrmaschine in die Hand zu nehmen.» Ein Schritt in eine Männerdomäne? – «Wir sind überhaupt nicht männerfeindlich», lacht sie. «Im Gegenteil schätzen wir es, wenn wir von unseren Ehemännern unterstützt werden.»

Bieten Kurse an

Einige der kreativen Frauen bieten in der Werkstatt, und zum Teil auch ausserhalb, Kurse an. Ob Töpfern, Skizzieren, Betonieren, Glasfusing oder Taschen nähen: Die Kreativität ist unbegrenzt. Mitglieder der Frauenwerkstatt können den Raum und die Infrastruktur jederzeit gratis nutzen. Am 18. September ist Tag der offenen Tür.

www.frauenwerkstatt.ch

Wo Frauen werken.

Wo Frauen werken.

Packen an: Claudia Anliker, Heidi Weh und Marlene Nägele (v. l.).

Packen an: Claudia Anliker, Heidi Weh und Marlene Nägele (v. l.).

Wartet auf ihren Einsatz: Die Schleifmaschine.

Wartet auf ihren Einsatz: Die Schleifmaschine.

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