KRADOLF: Wohnort gewinnt an Attraktivität

Eltern und Kinder freuen sich über einen neuen Treffpunkt. Die Gemeinde hat am Wartenweilerweg einen Spielplatz errichtet. Bauherren und Sponsoren haben sich an der Finanzierung beteiligt.

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Marco Punzi von der Raiffeisenbank Mittelthurgau und Gemeinderat Max Staub auf dem neuen Spielplatz. (Bild: Hannelore Bruderer)

Marco Punzi von der Raiffeisenbank Mittelthurgau und Gemeinderat Max Staub auf dem neuen Spielplatz. (Bild: Hannelore Bruderer)

Schaukeln, klettern, balancieren, – seit einigen Monaten steht Kindern in Kradolf dafür ein neuer Spielplatz zur Verfügung. Erstellt hat ihn die Gemeinde Kradolf-Schönenberg gleich hinter dem Werkhofgebäude am Wartenweilerweg. Der Platz sei ideal, sagt Gemeinderat Max Staub, zuständig für das Ressort Kultur, Sport und Vereine. «Hier gibt es nur wenig Verkehr und der Spielplatz liegt nahe bei der neuen Überbauung.» Da dieser Spielplatz immer offen ist, stellt er eine gute Ergänzung zu den Spielplätzen bei der Schule Schönenberg und im Schwimmbad Thurfeld dar, die nur begrenzt nutzbar sind.

Das Grundstück gehörte bereits der Gemeinde. Es war Reserveland für eine Erweiterung des Werkhofs. Diese Option wurde durch die Fusion des Werkhofs mit Sulgen hinfällig. Bauherren von Mehrfamilienhäusern sind verpflichtet, Spielmöglichkeiten für Kinder zu schaffen oder eine Ersatzabgabe zu entrichten. Aus diesen Mitteln wird der neue Spielplatz mitfinanziert.

Höhere Kosten wegen Erweiterung des Projekts

Der Kostenrahmen von 50 000 Franken dürfte laut Max Staub überschritten werden. «Mit den Parkplätzen, der mobilen WC-Anlage und dem Frischwasserbrunnen ist das ursprüngliche Projekt erweitert worden.» Ein Teil dieser Zusatzkosten wird durch Sponsorengelder von «Thurgau bewegt» und der Raiffeisenbank Mittelthurgau gedeckt. So konnte unter anderem der Brunnen wieder in Betrieb genommen werden, der früher auf dem Vorplatz des Gemeindehauses in Schönenberg sprudelte. Marco Punzi von der Raiffeisenbank Mittelthurgau freut sich über die schöne neue Einrichtung: «Wir sind regional stark verwurzelt. Deshalb unterstützen wir immer wieder Projekte und Veranstaltungen, die den Menschen in unserem Geschäfts- gebiet direkt zugute kommen.» Nicht unerwähnt lassen möchte Max Staub, dass Mitglieder von «ElternmitWirkung Schönenberg-Kradolf» während der Planungsphase einen wesentlichen Beitrag zur Entstehung des Spielplatzes geleistet haben.

Bisher hat Max Staub nur positive Rückmeldungen erhalten. Dies sei nicht selbstverständlich, meint er, da Kinder mitunter auch Lärm verursachten. «Be­nutzer der Anlage haben die Beschattung des Sitzplatzes an- geregt. Darauf werden wir im nächsten Sommer eingehen», verspricht der Gemeinderat. Wie die anderen öffentlichen Spielplätze wird auch die neue Anlage regelmässig auf ihre Betriebs­sicherheit überprüft. Die Werkhof-Mitarbeiter sorgen für die Sauberkeit und den Unterhalt.

Hannelore Bruderer

bischofszell@thurgauerzeitung.ch