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KRADOLF-SCHÖNENBERG: Bedenken werden laut

Die Gemeinde möchte in Zukunft einen gemeinsamen Werkhof mit Sulgen betreiben. Dagegen formiert sich Widerstand. Einwohner haben dem Gemeinderat eine Petition übergeben.
Georg Stelzner
Der in Holzbauweise errichtete und im Jahr 2011 in Betrieb genommene Werkhof der Gemeinde Sulgen an der Auholzstrasse. (Bild: Georg Stelzner)

Der in Holzbauweise errichtete und im Jahr 2011 in Betrieb genommene Werkhof der Gemeinde Sulgen an der Auholzstrasse. (Bild: Georg Stelzner)

KRADOLF-SCHÖNENBERG. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit sieht sich Gemeindepräsident Heinz Keller mit der Tatsache konfrontiert, dass die Bürger nicht alles gutheissen, was die Behörde beschlossen hat. Geht es nach den Gemeinderäten Kradolf-Schönenberg und Sulgen, dann soll es künftig nur noch einen gemeinsamen Werkhof geben. In Frage kommt dafür sinnvollerweise der Neubau an der Auholzstrasse in Sulgen, was in der Gemeinde Kradolf-Schönenberg, konkret vor allem in Neukirch an der Thur und in Buhwil, nicht von allen goutiert wird.

Besorgte Bürger möchten erreichen, dass dieses Geschäft an der Gemeindeversammlung behandelt wird. Das Stimmvolk solle in den Entscheidungsprozess besser eingebunden werden, lautet die Forderung. Knapp 100 Einwohner haben eine entsprechende Petition unterschrieben. «Einigen Leuten geht es offensichtlich zu schnell», kommentiert Gemeindepräsident Heinz Keller den Vorstoss. Die Petitionäre führen folgende Kritikpunkte ins Feld: Es wird befürchtet, dass die Gemeindeautonomie unter der Zusammenarbeit mit Sulgen leiden könnte, und dass im Endeffekt die Kosten steigen und die Qualität der Dienstleistungen sinken würde.

Erste Aussprache in einem Workshop

Um sich abzusichern, hat der Gemeindepräsident die Rechtmässigkeit des behördlichen Vorgehens nochmals von zwei Instituten überprüfen lassen. Das Ergebnis: Dem Entscheid können keine Verstösse angelastet werden; er ist unbedenklich und auch durch die Gemeindeordnung von Kradolf-Schönenberg voll gedeckt. Der Gemeinderat lege aber Wert darauf, einen Konsens zu erzielen, sagt Heinz Keller. «Ich habe deshalb zehn Unterzeichner der Petition zu einem Workshop eingeladen, um die Angelegenheit Punkt für Punkt zu besprechen und zu erfahren, wodurch die Ängste ausgelöst werden.» Laut Keller sind im Workshop viele kritische Fragen gestellt worden, die Aussprache habe aber in einem konstruktiven Klima stattgefunden. Bemängelt worden sei unter anderem die behördliche Informationspolitik, welche als nicht umfassend genug angesehen wird.

Im Hinblick auf das weitere Vorgehen habe der Gemeinderat im Workshop wertvolle Impulse erhalten, erklärt Keller. Der Gemeinderat nehme die Einwände ernst und lade die Bevölkerung nächste Woche zu einem öffentlichen Informationsanlass ein. «Wir werden die Argumente für einen gemeinsamen Werkhof an dieser Veranstaltung nochmals ausführlich darlegen.»

Überzeugungsarbeit ist noch nötig

Grundsätzlich begrüsst es der Gemeindepräsident, wenn sich Bürger zu Wort melden und ihre Anliegen zum Ausdruck bringen. «Die Art und Weise, wie dies im aktuellen Fall geschehen ist, finde ich vorbildlich», sagt Keller. Die Angelegenheit an der Gemeindeversammlung zu behandeln, sei jedoch nicht vorgesehen. Die Basisverträge liegen gemäss Keller vor, unterzeichnet seien sie allerdings noch nicht.

Der Gemeinderat Kradolf-Schönenberg werde nun versuchen, die Bevölkerung zu überzeugen, dass der Entscheid für einen gemeinsamen Werkhof mit der Gemeinde Sulgen richtig und sinnvoll sei. Ein Ausstiegsszenario schliesst Keller aber nicht völlig aus. Dazu könnte es kommen, wenn der Widerstand gegen das Projekt anhält oder sich sogar noch verstärkt. «Erzwingen werden wir bestimmt nichts», versichert der Gemeindepräsident.

Informationsveranstaltung zum Thema «Zukunft des Werkhofs»: Mittwoch, 2. November, 20 Uhr; Gemeindesaal, Thurbruggstrasse 11a, Schönenberg

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