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KRADOLF-SCHÖNENBERG: An Vielfalt kaum zu übertreffen

Im Rahmen der ersten Kulturnacht in der Gemeinde Kradolf-Schönenberg öffneten zahlreiche Kunstschaffende die Türen ihrer Wirkungsstätten. Der Anlass weckte grosses Interesse.
Monika Wick
Joe Jöhr erklärt Besuchern, wie Radierungen entstehen. (Bild: Monika Wick)

Joe Jöhr erklärt Besuchern, wie Radierungen entstehen. (Bild: Monika Wick)

KRADOLF-SCHÖNENBERG. Beim Betreten des Hauses Neukirch fallen den Gästen sofort die kunstvoll gestalteten Bilder auf, die an den Wänden hängen. Es handelt sich um Zweier- oder Dreierserien, die das gleiche Sujet in verschiedenen Farben zeigen. «Das sind Radierungen», erklärt Joe Jöhl. Der Künstler ist einer der Aussteller, die ihre Werke im Rahmen der ersten Kulturnacht einem breiten Publikum zeigen.

Mit grossem Engagement führt Joe Jöhl die zahlreichen Besucher durch sein Atelier und erklärt ihnen, wie er aus mit Asphalt belegten Kupferplatten die Motive herausradiert und diese anschliessend einfärbt. «Ich habe sehr gerne Menschen um mich und möchte Interessierten meine Radierungen zeigen», erklärt der 67jährige, pensionierte Lehrer seine Beweggründe, bei der Kulturnacht mitzumachen. Seine Partnerin Katharina Hollenstein kümmert sich derweil in der gemütlichen Stube um das leibliche Wohl der Besucher.

Eine tolle Idee und Bereicherung

In einem anderen Raum im Haus Neukirch hängen ebenfalls Bilder. Im Gegensatz zu Joe Jöhrs Werken wurden sie in Öl gemalt und weisen kräftigere Farben aus. «Die Motive reichen von Australien bis zur Linde neben unserem Haus», erklärt Künstler Daniel Merk den Betrachtern. «Als ich die Ausschreibung der Kulturnacht von der Gemeinde gesehen habe, entschloss ich mich, meine Bilder auch zu zeigen.» Unter den Besuchern im Haus Neukirch sind Martin und Beatrice Schäfer. «Der Anlass ist eine tolle Idee und eine grosse Bereicherung», sagen die Neukircher. «Daniels Bilder haben wir bei ihm zuhause schon gesehen, aber diejenigen von Joe Jöhr hätten wir sonst nie zu Gesicht bekommen», stellen sie fest.

Aus dem kleinen Häuschen hinter dem Haus Neukirch dringt ein intensiver Duft. Hier brauen die Gebrüder Lukas und Nicolas Imholz ihr eigenes Bier. «Wir sind immer noch am Experimentieren, aber nun ist die Qualität so gut, dass wir es ausschenken können», verraten die beiden lachend. Auch sie sind von der Kulturnacht begeistert. «Es ist toll zu sehen, was in der näheren Umgebung angeboten wird», sagt Lukas Imholz.

Eine eigene Welt unter dem Fabrikdach

Im Rahmen der Kulturnacht hat Sara Ferraro die Türen ihrer Wohnung geöffnet, und wie auf dem Flyer versprochen, tauchen hier die Besucher in eine eigene kleine Welt ein. Die Künstlerin wohnt zuoberst unter dem Dach des unscheinbaren Fabrikgebäudes an der Heldswilerstrasse. Die Mischung aus Atelier und Wohnraum schafft eine aussergewöhnliche Atmosphäre. «Das Angebot der Kulturnacht ist super. Bei einer Neuauflage würde ich sofort wieder mitmachen», erklärt die junge Frau. Während einige Besucher die Kunstinstallationen von der Hängematte aus betrachten, unterhalten sich andere auf der Couch.

Zwei Etagen tiefer blättern Michelle, Jasmin und Marianne Schönholzer in einem Buch von Daniel Fehr. Es zeigt die international prämierten Fotografien des Akt- und Erotikfotografen. «Wir wussten nicht, dass es so viel Kulturelles gibt und blicken gerne hinter die Kulissen», erklären die Frauen.

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