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KRADOLF: Aufregung um göttliche Gesandte

Das Stück «Adam’s Eva» des Theatervereins Eisbrecher feierte Premiere. Die bewegende Komödie begeisterte die Zuschauer im Kirchenzentrum Steinacker.
Monika Wick
Eva und Adam (Jessica Beck und Cosimo Palmitessa) kommen ins Gespräch. (Bild: Monika Wick)

Eva und Adam (Jessica Beck und Cosimo Palmitessa) kommen ins Gespräch. (Bild: Monika Wick)

Monika Wick

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

Adam Moser kommt nach dem Besuch eines Fussballmatchs nach Hause und will sein Jackett in den Schrank hängen. Dort findet er eine junge Frau. Als diese ihm verkündet, dass sie Eva heisst und von Gott geschickt wurde, um mit ihm zusammen die Welt zu retten, glaubt er an einen Scherz seines Freundes Mark Matthieu. Die Szene stammt aus dem Zweiakter «Adam’s Eva», das der Theaterverein Eisbrecher am Freitagabend uraufführte.

«Wenn das Paradies nicht hier ist – wo dann?», sinnierte Christoph Stäheli, Co-Präsident des Kulturvereins Steinacker. «Schliesslich sind wir hier im Apfelland», fügte er hinzu und deutete auf das Obst in seiner Hand. Traditionellerweise findet die Eisbrecher-Premiere im Kirchenzentrum Steinacker statt.

Mehr hektisch als paradiesisch war die Stimmung zu Beginn des Stücks in Adam Mosers Wohnzimmer. Eva flitzte wie von Sinnen durch den Raum, berührte Stühle, ertastete die Beschaffenheit von Schrankwand und Tisch oder erfreute sich überschwänglich über die Bequemlichkeit der Polstergruppe. Während sich das Publikum über das Geschehen amüsierte, mimte Cosimo Palmitessa in der Rolle von Adam den Ratlosen. «Wer ist diese Frau? Ist sie verrückt oder sagt sie die Wahrheit?»

Bei der Vergabe der Hauptrollen haben die Verantwortlichen ein glückliches Händchen bewiesen. Jessica Beck, in der Rolle der Eva, zog das Publikum mit ihrer kindlichen Naivität von Beginn weg in ihren Bann. Ihre inbrünstige Darstellung der Eva sorgte abwechslungsweise für herzhafte Lacher und bewegende Momente. Cosimo Palmitessa gelang es, den Mann, der zwischen Glauben und Zweifel schwankte, zu verkörpern. Thomas Greuter, Nadine Steiner, Karin Bernold, Urs Baumgartner, Katharina Zaiser, Yvonne Müller und Peter Eggmann waren lediglich in Nebenrollen zu sehen, spielten diese aber mit Leidenschaft und Liebe zum Detail.

Jacqueline Rutishauser, die zusammen mit Thomas Bichsel Regie führte, zeigte sich zufrieden mit der Leistung der Schauspieler. «Sie haben das Beste aus dem Stück herausgeholt», stellte sie fest. Wer herausfinden will, ob Eva wirklich von Gott geschickt wurde, hat am kommenden Wochenende die Gelegenheit dazu.

Die Eisbrecher gastieren am Freitag, 23. Februar, um 20 Uhr, am Samstag, 24. Februar, um 20 Uhr und am Sonntag, 25. Februar, um 14 Uhr in der Mehrzweckhalle in Erlen.

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