Konstanz streut Salz in die Wunden

…gibt es im Grossraum Kreuzlingen ab Oktober eine neue Schwimmhalle. Kein Scherz. Acht Wochen nachdem das Konstanzer Schwaketenbad in Rauch und Flammen aufging, macht die Bädergesellschaft Nägel mit Köpfen.

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…gibt es im Grossraum Kreuzlingen ab Oktober eine neue Schwimmhalle. Kein Scherz. Acht Wochen nachdem das Konstanzer Schwaketenbad in Rauch und Flammen aufging, macht die Bädergesellschaft Nägel mit Köpfen. Das 50-Meter-Becken bei der Therme wird nach den deutschen Schulferien mit einer Traglufthalle überdacht. Immer für den Winter wird sie aufgebaut, bis das abgebrannte alte Hallenbad wieder steht.

In Romanshorn möchte man auch so einen Ballon. Es gibt eine Machbarkeitsstudie, eine Interessengemeinschaft und man plant jetzt eine Unterschriftensammlung. Die Oberthurgauer müssen sich mit derlei demokratischer Grundlagenarbeit mitunter auch deshalb abplagen, weil die Kreuzlinger ihr wunderbares Schwimmhallen-Projekt dem eigenen Volk nicht schmackhaft machen konnten und ein neues noch auf seine Geburt wartet. Auch in der Grenzstadt geistert notabene immer wieder die Idee einer Traglufthalle über dem Freibad durch die Luft. Weil solche Konstruktionen als Energie-Schleudern verschrien sind, ist das aber immer alles sehr, sehr schwierig.

Ennet der Grenze ist die Baubewilligung schon erteilt. 800 000 Euro investieren die Bäder-Chefs und betonen, dass sie alles tun, damit die Konstanzer Schwimmer wieder ein Dach über dem Kopf haben.

Im grenzüberschreitenden Bürokratie-Vergleich gehen die Nachbarn schmerzhaft deutlich in Führung und streuen dabei gleich auch noch ordentlich Salz in die hiesigen Wunden. (ubr)