Komitee wehrt sich

Der geplanten Zonenplanänderung erwächst Widerstand. Ein Komitee mit dem Namen «Kinder statt Platanen» um Otto Mock hat sich gestern in einem Inserat im amtlichen Publikationsorgan der Stadt zu Wort gemeldet. Es ruft die Bevölkerung auf, am 9. November die Vorlage des Stadtrates abzulehnen.

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Der geplanten Zonenplanänderung erwächst Widerstand. Ein Komitee mit dem Namen «Kinder statt Platanen» um Otto Mock hat sich gestern in einem Inserat im amtlichen Publikationsorgan der Stadt zu Wort gemeldet. Es ruft die Bevölkerung auf, am 9. November die Vorlage des Stadtrates abzulehnen. Grund ist die Verkehrserschliessung der geplanten Wohnüberbauung über die Salmsacherstrasse, was zu Staus bei der Einfahrt in die Arbonerstrasse führen werde beziehungsweise zu Mehrverkehr auf der Ausweichroute über die Schul- und Neuhofstrasse. «Die jetzt schon für Kinder sehr gefährliche und unübersichtliche Kreuzung Kindergarten-/Salmsacher-/Schulstrasse wird dann vom Verkehr überflutet.» Dabei würde es nach Meinung des Komitees eine einfache Lösung des Problems geben. Man müsste den Verkehr über die von Platanen gesäumte Friedhofallee führen, was der Stadtrat aber partout ablehne.

Die Verkehrserschliessung beziehungsweise die geplante Überbauung stehe jetzt nicht zur Diskussion, entgegnet Stadtpräsident David H. Bon. An der Gemeindeversammlung im nächsten Monat gehe es einzig darum, grundsätzlich zu entscheiden, ob auf dem Gelände der Firma Fatzer künftig Wohnungen gebaut werden können oder nicht. Wenn man mit den Details des Projekts nicht einverstanden sei, müsse man sich wehren, wenn der Gestaltungsplan aufgelegt werde – oder später das Baugesuch. Die Firma Fatzer brauche die Einnahmen aus der Entwicklung des Firmengeländes, um die Millioneninvestitionen für den Ausbau der Infrastruktur im Industriequartier finanzieren zu können, gibt Bon zu bedenken. (mso)