König Fussball regiert im Schloss

BÜRGLEN. Ab Sommer werden nebst den besten jungen Thurgauer Kickern die hoffnungsvollsten Talente aus der ganzen Ostschweiz die Fussballschule Bürglen besuchen. Der FC St. Gallen und der FC Wil sind am Ausbildungszentrum beteiligt.

Manuel Nagel
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Begrüssen bald neue Schüler im Schloss: Schulleiter Rolf Schönenberger und Hanspeter Meier. (Bild: Manuel Nagel)

Begrüssen bald neue Schüler im Schloss: Schulleiter Rolf Schönenberger und Hanspeter Meier. (Bild: Manuel Nagel)

«Andere Schulen hätten das Regionale Ausbildungszentrum Ostschweiz liebend gerne zu sich geholt», sagte Schulpräsident Rolf Gmünder nicht ohne Stolz, als die Schule Bürglen am Dienstagabend zum Informationsabend lud. Die interessierten Schulbürgerinnen und -bürger erfuhren aus erster Hand, was sich ab dem kommenden Sommer an ihrer Schule für Änderungen abzeichnen werden.

Ideale Infrastruktur

Künftig werden nicht nur die besten Fussballer aus dem Thurgau in Bürglen trainieren, sondern aus der ganzen Ostschweiz. Federführend in diesem Projekt «Future Champs Ostschweiz» (FCO) sind die beiden Spitzenclubs der Region, der FC St. Gallen und der FC Wil.

Roger Zürcher, technischer Leiter des FCSG-Nachwuchses, brachte den Anwesenden die Struktur des Projektes näher und betonte, wie froh er sei, dass man mit der Schule Bürglen einen kompetenten Partner gefunden habe, der bereits eine ideale Infrastruktur besitze: «Wir mussten nichts Neues erfinden, sondern nur unsere Fühler in der Region ausstrecken.»

Keine Kosten für Steuerzahler

Auch Hanspeter Meier, der Ausbildungschef der Thurgauer Sporttagesschule, zeigte sich erfreut über den Zuschlag. Rund 25 junge Fussballer werden künftig im Schloss Bürglen die Schulbank drücken und Fussball in ihrem Stundenplan haben wie Mathematik oder Geographie.

Schulleiter Rolf Schönenberger betonte, dass man die Primarschule nicht aus dem Schloss vertrieben habe. Man hätte mit den Fussballern ebenfalls die Räumlichkeiten im Zeltli bezogen, doch so sei es für alle ideal. Kosten tut dies den Bürgler Steuerzahlern nichts, wie die Verantwortlichen aufzeigten. Der Schulbetrieb werde von den Wohngemeinden der Schüler finanziert, und die Kosten für den Trainingsbetrieb seien auf mehrere Schultern verteilt.

Nebst dem FC Wil und St. Gallen ist das der Ostschweizer Fussballverband sowie die Eltern der hoffnungsvollen Talente, die via Bürglen den Weg in den Spitzenfussball schaffen sollen.