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Knie lässt Thurgau links liegen

KREUZLINGEN. Erst Frauenfeld, jetzt Kreuzlingen: Der Schweizer Nationalzirkus legt 2015 eine Thurgau-Pause ein. Das sei nur eine Ausnahme, versichert Knie. Nächstes Jahr werde wieder in Kreuzlingen gespielt.
Ida Sandl
Géraldine Knie mit ihren Pferden in der Zirkus-Manege. (Archivbild: Benjamin Manser)

Géraldine Knie mit ihren Pferden in der Zirkus-Manege. (Archivbild: Benjamin Manser)

«Der Gastspielort Kreuzlingen steht für uns nicht zur Diskussion.» Das sagte Knie-Mediensprecher Peter Küchler vor einem Jahr. Da hatte der Schweizer Nationalzirkus gerade Frauenfeld aus seinem Tournéeplan gekippt. Noch sei aber nicht aller Tage abend. Nach zwei Jahren Pause werde man die Situation erneut beurteilen und käme dann vielleicht wieder in die Kantonshauptstadt zurück.

Knie-freie Zone Thurgau

Der Blick auf die neuen Spieldaten fällt aus Thurgauer Sicht jetzt umso ernüchternder aus: Neben Frauenfeld ist nun auch Kreuzlingen aus dem Programm verschwunden. Der Thurgau ist damit zur Knie-freien Zone geworden.

«Man hat uns versichert, dass es eine einmalige Pause ist», sagt der Kreuzlinger Stadtammann Andreas Netzle. Der Zirkus Knie habe der Stadt mitgeteilt, dass er wegen eines zusätzlichen Firmenanlasses das Gastspiel an einem anderen Ort verlängern werde. Deshalb müsse er auf Kreuzlingen verzichten. 2016 werde Knie aber wieder in Kreuzlingen halt machen.

Bitter für Frauenfeld

Beim Zirkus Knie war gestern niemand für eine detaillierte Auskunft zu erreichen. Die Medienstelle bestätigt aber, dass der Wegfall von Kreuzlingen eine Ausnahme sei. Nächstes Jahr werde es wieder ein Gastspiel am Bodensee geben. Der Grund, warum Spielorte gestrichen werden, ist immer derselbe: Es kommen nicht genug Besucher zu den Vorstellungen. So war es auch in Frauenfeld. 2011 stoppte die Knie-Truppe nicht mehr in der Kantonshauptstadt.

Da sich die Familie Knie einst in Gerlikon einbürgern liess, fühlen sich die Frauenfelder den Knies und ihrem Zirkus sehr verbunden. Dass der Nationalzirkus nicht mehr in der Hauptstadt halt macht, ist für sie deshalb besonders bitter.

Nach Intervention von Seiten der Stadt gaben die Knies Frauenfeld nochmals eine Chance. 2012 und 2013 fanden wieder Vorstellungen statt. Die Besucherzahlen blieben jedoch erneut unter den Erwartungen. Die Nähe zu Winterthur, wo der Zirkus drei Tage lang gastiert, macht es den Frauenfelder noch schwerer. Da sich das Einzugsgebiet teilweise überschneidet.

Knie beziehe keine Subventionen. «Wir müssen die Spielorte auch nach wirtschaftlichen Kriterien auswählen», hatte Mediensprecher Küchler begründet. Ein so gewaltiger Tross wie der Zirkus Knie mit seinen vielen Tieren und Mitarbeitern hat sehr hohe Transport- und Fixkosten. Kurze Stops wie Frauenfeld oder Kreuzlingen, wo sich die Knies jeweils nur zwei Tage aufhalten, kämen im Verhältnis teurer als lange Gastspiele. In Zürich etwa bleibt man einen ganzen Monat lang.

Bleibt zu hoffen, dass der Unterbruch in Kreuzlinger nicht ein schleichendes Ende einläutet wie einst in Frauenfeld.

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