Kleiner Flitzer verblüfft das Publikum

Auf dem Mini-Rundkurs der Auto-Erlebniswelt, einem seiner wichtigen Sponsoren, hat der Akademische Motorsportverein Zürich (AMZ) seinen brandneuen Elektro-Rennboliden vorgestellt.

Alois Degenhardt
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In 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h: Der Rennwagen «Furka». (Bild: Alois Degenhardt)

In 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h: Der Rennwagen «Furka». (Bild: Alois Degenhardt)

Ein Winzling, 2,72 Meter lang, 1,42 Meter breit und 1 Meter hoch, rollt blitzschnell aus dem Transporter auf den kleinen Autobau-Rundkurs. Wo sonst grossvolumige Motoren donnern, ist nur das helle Sirren des Elektroantriebs zu hören. Gespickt mit den neuesten Entwicklungen der Ingenieurskunst, beschleunigt das kleine Kraftpaket in 3,5 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer.

Neue Ziele anpeilen

Nach Erfolgen mit Verbrennungsmotoren in den vergangenen Jahren sucht der Akademische Motorsportverein Zürich (AMZ) jetzt neue Herausforderungen in der «Formula Electric». In dieser messen sich weltweit Rennwagen mit elektrischem Antrieb. Ziel des Teams mit 26 Studenten der Fachrichtungen Maschinenbau und Elektrotechnik (Zürich) sowie Technik und Architektur (Luzern): «Wir möchten das beste Elektroauto in der neuen internationalen Klasse Formula Electric bauen», so Sprecher Othonas Papailiou.

Das Team wird an den diesjährigen Rennen in Silverstone, Hockenheim, Wien und Turin teilnehmen.

Spitzenleistung: 82 PS

Bei einem Gewicht von 220 Kilo soll das «Furka»-Fahrzeug mindestens die gleichen Leistungen wie das beste Auto mit Verbrennungsmotor erbringen. Die Motoren mit einer Spitzenleistung von 60 kW (82 PS) werden von einem Akku mit 180 Lithium-Polymer-Zellen angetrieben.

Diese verfügen über eine hohe Energie- und Leistungsdichte und müssen Energie für mindestens 22 Kilometer im Rennbetrieb bereitstellen. Eine komplizierte Elektronik sorgt unter anderem auch für die Traktionskontrolle und die Rückgewinnung der Bremsenergie.