Kleine Zimmer, fehlende Isolation

Die Sekundarschulgemeinde Romanshorn-Salmsach will zwei Gebäudeteile der Weitenzelg-Anlage durch Neubauten ersetzen. In wenigen Wochen entscheidet eine Jury darüber, welches Projekt weiterverfolgt werden soll.

Markus Schoch
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Der Fertigelementbau «Variel» ist in die Jahre gekommen. (Bilder: Reto Martin)

Der Fertigelementbau «Variel» ist in die Jahre gekommen. (Bilder: Reto Martin)

ROMANSHORN. Es ist wie Tag und Nacht: Auf der einen Seite der moderne Sichtbeton-Neubau aus dem Jahr 2000 mit grossen und zweckmässig eingerichteten Schulzimmern, die fast keine Wünsche offenlassen. Auf der anderen Seite der Altbau aus den 1950er-Jahren sowie der zehn Jahre später aufgestellte, unter dem Namen «Variel» bekannte Fertigelementbau, an denen der Zahn der Zeit genagt hat. Und die in vielen Belangen nicht mehr den heutigen Bedürfnissen entsprechen, wie Schulleiter Markus Villiger auf einem Rundgang erklärt.

Probleme im Brandfall

Die Zimmer sind teilweise klein, und die Akustik ist schlecht, so dass die Schüler in den hinteren Bankreihen genau hinhören müssen, wenn sie den Lehrer verstehen wollen. Gruppen- und Aufenthaltsräume für Schüler und Lehrer fehlen. Es gibt zwar lange und breite Gänge, die sich aber gemäss Villiger nicht für schulische Zwecke eignen. Die Isolation der beiden Gebäude ist schlecht, die Fenster sind alt. Ein Problem ist auch die Sicherheit. Sollte es im Altbau einmal brennen, komme die Feuerwehr nur schlecht zu, sagt Villiger. Ein Pausenunterstand riegelt das Gebäude teilweise ab. Die Schüler zu evakuieren, würde deshalb lange dauern.

Die Schulbehörde will die beiden in die Jahre gekommenen Gebäude nun abreissen und durch einen Neubau ersetzen. Im Moment läuft ein Architekturwettbewerb. Elf Büros arbeiten Projekte aus, die sie im nächsten Monat einer Jury einreichen müssen.

Sanierung unverhältnismässig

Eine Sanierung der alten Trakte wäre finanziell unverhältnismässig, wie Abklärungen der Schulbehörde Ende 2013 ergeben haben. Bauliche Eingriffe wie ein Glasanbau wären auch aus statischen Gründen schwierig. «Es ist nicht sicher, ob die Erdbebensicherheit gewährleistet werden könnte», sagt Villiger.

Die Schulzimmer sind relativ klein, und es zieht. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Die Schulzimmer sind relativ klein, und es zieht. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Schulpräsident Walo Bohl und Schulleiter Markus Villiger in einem der grossen Gänge des Altbaus. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Schulpräsident Walo Bohl und Schulleiter Markus Villiger in einem der grossen Gänge des Altbaus. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Der Altbau-Trakt genügt den heutigen Bedürfnissen nicht mehr. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Der Altbau-Trakt genügt den heutigen Bedürfnissen nicht mehr. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))